Baden
Fast 32'000 Erwachsene und Kinder: Familienzentrum Karussell verzeichnet Besucherrekord

Fast 32'000 Erwachsene und Kinder haben das Zentrum im letzten Jahr aufgesucht. Doch damit nicht genug: Von den budgetierten 225'000 Franken für den Ausbau der Liegenschaft wurden nur 192'281 Franken benötigt.

Barbara Scherer
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Das Familienzentrum Karussell freut sich über eine hohe Besucherzahl.

Das Familienzentrum Karussell freut sich über eine hohe Besucherzahl.

Barbara Scherer

Das Familienzentrum Karussell Region Baden darf sich gleich doppelt freuen: Noch nie haben so viele Menschen das Zentrum besucht wie 2016. 31'780 Erwachsene und Kinder haben den Weg an die Haselstrasse gefunden. «Das ist eine Zunahme von 42 Prozent», hält Betriebsleiterin Kathie Wiederkehr fest. 2015 waren es noch 22'330 Besucher.

Doch damit nicht genug: Von den budgetierten 225'000 Franken für den Ausbau der Liegenschaft wurden nur 192'281 Franken benötigt. «Wir sind sehr haushälterisch und sparsam mit dem Geld umgegangen», erklärt Wiederkehr. Zusammen mit Helfern habe man vieles selber gemacht: «Wir haben zum Beispiel die Vorhänge genäht sowie die Möbel zusammengebaut.»

Auch seien bewusst lokale Gewerbe angefragt worden. Wiederkehr: «Wobei das eine oder andere Geschäft auch etwas Rabatt gab.» All diese Massnahmen führten schlussendlich dazu, dass die Stadt Baden sowie die Gemeinde Wettingen jeweils einen Viertel des investierten Geldes zurückerhielten. So betrug der Aufwand der Stadt statt 10'000 nur 75'000 Franken und Wettingen musste statt 20'000 nur 15'000 Franken investieren.

Langsam wird der Platz knapp

Bei der Finanzierung des «Karussell» durch Stadt und Gemeinde handelt es sich um ein Pilotprojekt. Dabei gehört die Liegenschaft dem gemeinnützigen Frauenverein Baden. Dieser holte das Familienzentrum 2015 ins Haus. Seither strömen immer mehr Menschen in das Zentrum an der Haselstrasse. Dort bietet das «Karussell» Kurse und Vorträge an.

Ziel ist es, Familien aus allen Schichten und Ländern anzusprechen. Die Kurse sollen nicht nur im Familienalltag aushelfen, sondern auch Menschen zusammenbringen. Dieses Konzept geht auf: «Wir haben so viele Besucher, langsam sind die räumlichen Grenzen erreicht», sagt Wiederkehr. Doch nicht nur der Platz wird knapp, auch personell wird es eng. «Aber wir wollen nicht ausbauen», sagt Wiederkehr und fügt an: «Ziel ist es, die Ressourcen der öffentlichen Hand gut zu nutzen und damit auszukommen.» So wurde nur die Sekretariatsstelle durch Eigenleistungen etwas ausgebaut.

«Schlussendlich liegt es nicht im Sinne des Zentrums, immer weiter zu wachsen.» Diese Entwicklung bekommen auch die Besucher zu spüren: Während das Zentrum am alten Standort am Kirchplatz noch auf genügend Teilnehmer für manche Kurse hoffte, gibt es heute eine Warteliste.

Gegründet wurde der Trägerverein für ein Mütter- und Familienzentrum 1998. Damals wie heute setzt das Familienzentrum auf Freiwilligenarbeit. Ein entfernter Traum ist es, dass das Zentrum eines Tages zum fixen Abgebot der Stadt Baden gehört.

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