Die letzte Runde hat für den FC Baden nichts mehr verändert. Der Aufstieg in die neu geschaffene 1. Liga Promotion blieb der Gabriele-Truppe trotz 13 Siegen in den 15 Rückrundenspielen knapp verwehrt. In den letzten elf Runden gab sie mit einem Torverhältnis von 36:9 keinen Zähler mehr ab. Breitenrain mit dem 6:1 bei Zürichs U21 und Old Boys mit dem 3:0 in Serrières liessen aber nichts anbrennen.

«Ich mache meiner Mannschaft ein Riesenkompliment, denn, was sie ge-schafft hat, war sensationell und der Aufstieg verdient gewesen», sagte FCB-Trainer Francesco Gabriele. «Old Boys und Breitenrain waren zwei und einen Punkt besser; ich gratuliere meinen Trainerkollegen», nahm es der Neo-Uefa-Pro-Lizenz-Trainer sportlich.

Baden tat sich in der ersten Halbzeit schwer. Solothurn stand defensiv kompakt. Die besten Gästechancen hatte Ladner, der in der 24. Minute einen Freistoss aus 17 Metern an die Latte setzte, und in der zweiten Nachspielminute mit einem trockenen Schuss Molina prüfte. «Es war heute sehr speziell, es ging darum zu gewinnen, und schwierig den Kopf frei zu halten, denn wir wussten, wie es auf den anderen Plätzen stand. In der ersten Halbzeit spürten wir eine Blockade, in der zweiten Hälfte machte sich Resignation breit, sodass der Knüller ausblieb», sagte Gabriele.

Die zweite Hälfte eröffnete mit einem Blitzzug. Nicht überraschend schoss Ladner den Führungstreffer (46.). «Bieli spielte mir den Ball gut zu, ich konnte ihn jedoch nicht optimal verarbeiten, hatte aber Glück, dass ich ihm dem gegnerischen Verteidiger wieder abnehmen und alleine aufs Tor ziehen konnte», erklärte Ladner. Die erste Halbzeit bezeichnete der Spieler des Tages als «rechten Knorz», eine Kopfsache: «Wir haben es in der Pause angeschaut und optimal umgesetzt.»

Den Solothurner Ausgleich durch Munoz’ Kopfball (53.) beantwortete Zeqi-raj, nachdem die Platzherren eine Bieli-Flanke nicht unter Kontrolle brachten, mit dem 1:2 (63.). Bieli – mit rotem Kopfschutz spielend – erhöhte mit einem Nachschuss zum 1:3 (89.). «Unsere Enttäuschung ist riesig, aber wir haben unsere Pflicht erfüllt und unsere Hausaufgaben erledigt. Wir konnten nur hoffen, dass sie sich auf den beiden anderen Plätzen nicht bereits in die Ferien fühlen», gratuliert der Routinier den Aufsteigern.