Herr Bräm, welches Gefühl überwiegt – die Enttäuschung über die 1:4-Niederlage oder die Freude über das Fussballfest im Esp mit 4800 Zuschauern?

Thomi Bräm: Ganz klar überwiegt die Erleichterung über den gelungenen Grossanlass. Wir sind ein Amateurverein – an solch einem Event könnten 50 Dinge schief gehen, aber alles lief rund. Wir können behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Es war ein perfekter Fussballnachmittag im Stadion Esp.

Beim letzten grossen Cupspiel vor vier Jahren gegen YB kam es zu Scharmützeln. Gab es dieses Jahr Zwischenfälle?

In einem nahe gelegenen Tankstellenshop gab es Diebstähle, aber so viel ich weiss, waren dabei keine Fans des FC Baden involviert. Ansonsten sind mir keine Zwischenfälle bekannt. Erfreulich ist, dass es im und direkt ums Stadion friedlich blieb. Der Sicherheitsverantwortliche leistete hervorragende Arbeit. Unsere Zuschauer waren friedlich und eine echte Unterstützung.

Leise Kritik gab es auf Facebook: Zuschauer standen mehr als eine halbe Stunde für ein Bier an.

Falls das Catering nicht perfekt lief, tut mir das Leid für die betroffenen Fans. Man darf nicht vergessen, dass dieses Cupspiel für uns als Amateurverein eine riesige Herausforderung war. Wir mussten etwa beim Catering mit Provisorien arbeiten.

Schmuckes Stadion, talentierte Mannschaft: Der FC Baden hätte die Möglichkeiten, höher als nur in der 1. Liga Classic zu spielen.

Kurzfristig geht es darum, die Finanzen des Vereins zu sanieren. Mittelfristig wäre ein Aufstieg in die 1. Liga Promotion das Ziel. Für die Teilnahme in der zweithöchsten Spielklasse, der Challenge League, wäre ein Budget von rund zwei Millionen Franken pro Jahr nötig, was derzeit nicht realistisch ist.