Mägenwil

Ferienspass in Mägenwil ist ein voller Erfolg

Melken, mit dem Traktor fahren oder ein Besuch auf dem Ponyhof - im Mägenwiler Ferienspass auf dem Bauernhof der Familie Habegger kamen die Kinder und Jugendliche auf ihre Kosten.

«Seht ihr, wo die Hühner schlafen?», fragt Silvia Habegger. «Sie setzen sich dort auf die Stange», antwortet der achtjährige Fabio und fragt die Bäuerin, ob er ein Ei nach Hause mitnehmen dürfe. Mit dem Ei und vielen Erlebnissen verlassen er und 10 weitere Kindergärtler und Unterstufenschüler am Donnerstagmittag den Bauernhof von Daniel und Silvia Habegger. Fabio erzählt: «Wir durften sogar selber melken, das war ziemlich schwierig.» Genuss pur war hingegen das Mitfahren im Traktor.

Im Rahmen des Mägenwiler Ferienpasses dürfen jedes Jahr ein Dutzend Kinder Tieren und Hof einen Besuch abstatten «und so eine Beziehung zur Natur aufbauen und merken, dass die Milch nicht aus der Migros oder dem Coop kommt», begründet die Bäuerin das freiwillige Mitwirken am Ferienpass. Organisiert wird der Ferienpass von fünf Müttern, finanziell unterstützt von der Gemeinde und der Pro Juventute. 107 Kinder haben während der ersten Frühlingsferienwoche je drei Kurse besucht.

Sie konnten aus 39 Angeboten auswählen. «Am beliebtesten bei den 4. und 5. Klässlern waren der Tauchkurs, das Luftgewehrschiessen und der Besuch bei den Pontonieren. Bei den jüngeren Mädchen war es der Ponyhof und bei den jüngeren Buben der Besuch bei der Feuerwehr und Polizei», sagt Nicole Horlacher, eine der Organisatorinnen und Präsidentin des Mägenwiler Elternvereins. Mangels Interesse abgesagt werden musste der Kurs Spiel, Sport und Spass mit dem Jugiteam. Altersunabhängig beliebt waren der Besuch in der Kletterhalle und das Herstellen eines Bumerangs. «Er funktioniert und fliegt wieder zurück», freut sich Kindergärtlerin Lynn.

Luftgewehrschiessen ist beliebt

Jungschützenleiter Patrick Groth war einer der rund 100 Kursleiter und Helfer, die am Ferienpass mitwirkten. Bei ihm und fünf weiteren Mitgliedern der Schützengesellschaft Mägenwil durften zwölf Viert- und Fünftklässlern im Übungslokal mit Luftgewehren schiessen. Stehend schossen sie mit Bleikugeln auf Kartonscheiben. Die Schützen bedauern, dass dieses Jahr kein Mädchen dabei ist. «Sie sind oft besser als ihre gleichaltrigen Kollegen, weil sie ruhiger sind», sagt einer der Schützen. «Konzentration ist die wichtigste Eigenschaft beim Schiesssport», bestätigt Schützenmeister Groth. Nach dem Rangverlesen gab es für die Jungs keinen Kranz, dafür einen Sack Gummibären und den Hinweis: «Wenn ihr zwölf seid, könnt ihr euch wieder melden, dann dürft ihr während des Winters bei uns Luftgewehrschiessen kommen.»

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