Baden
Fest zu Ehren der Grossfamilie: Austausch der Generationen machte Spass

Unter dem Motto «Füreinander - Miteinander» ermöglichte das Regionale Pflegezentrum Baden eine Zusammenkunft.

Salomé Meier
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Die Generationen im Austausch.

Die Generationen im Austausch.

MSA

Seit den 50er, 60er und 70er Jahren lässt sich in der Schweiz der Trend zur Institutionalisierung der Lebensphasen beobachten. Die Menschen werden im Durchschnitt älter und damit korrelieren zunehmende Erkrankungen an Demenz und anderen altersbedingten Krankheiten. Immer mehr ältere Leute verbringen deshalb heutzutage ihre letzte Lebensphase in Alters- oder Pflegeheimen; gleichzeitig schicken immer mehr berufstätige Mütter und Väter ihre Kinder in Tagesstätten.

Wandel der Familie

Stadtammann Geri Müller sprach in seiner Anrede vom Wandel der klassischen Familie: Wurden früher die betagten Eltern noch zu Hause gepflegt, werde diese Verantwortung heute gerne an den Staat und in die kompetenten Hände ausgebildeter (Alten-)Pfleger abgegeben. Der Beruf spanne Erwachsene oft schon so ein, dass eine Grossfamilie unter einem Dach gar nicht mehr denkbar wird.

Dass der Austausch über die Generationen hinweg Spass macht und bereichernd ist, wurde an diesem Samstag auf jeden Fall bewiesen: Auf dem ganzen Parkareal gab es Spiele und Attraktionen für Jung und Alt und eine grosse Festbeiz. Das Fest stiess auf durchwegs positive Resonanz. Ganz besonders die Bewohner des Pflegezentrums genossen es, mit ihren Verwandten, Kindern und Enkelkindern einen abwechslungsreichen Nachmittag zu verbringen und Kinderaugen, angesichts Streichelzoo, Karussell und verschiedensten Spielen, glänzen zu sehen.

Das Fest als Denkanstoss

«Mit dem Generationenfest können wir vielleicht einen Denkanstoss in die richtige Richtung machen und das Bewusstsein für die Integration der Generationen in unseren Alltag bei den Leuten stärken», erklärt Hans Schwendeler, Direktor des Regionalen Pflegezentrums Baden, den Hintergrund des Anlasses.

Übrigens: Der Trend geht auch bei den Regionalen Pflegezentren wieder in die Richtung einer Deinstitutionalisierung: Alternative Wohngruppen und -gemeinschaften sorgen – wo immer möglich – für mehr Freiraum und Verantwortung bei den Bewohnern.

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