Baden
Festbeiz irgendwo zwischen Favela, Chalet und Baumhaus

«Leviathan» nennt sich die Gruppe junger, dynamischer Menschen, die anlässlich des Badener Stadtfestes am Kirchplatz eine zweistöckige Festbeiz realisieren werden.

Roman Huber
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Die Vereinsmitglieder legen beim «Elementbau» kräftig Hand an. zvg

Die Vereinsmitglieder legen beim «Elementbau» kräftig Hand an. zvg

Die meisten kennen sich von früher, aus der Pfadizeit oder gar von der Schule. Einige treffen sich als Spieler beim Rugby-Club Würenlos regelmässig oder gehen als Fans des FC Baden regelmässig ins Stadion Esp. Oder dann trinken sie miteinander auf der Gasse gerne ein Bier miteinander. Wenn sie auch beruflich oder bildungsmässig unterschiedliche Wege gegangen sind, so vereint sie ein Gedanke: An einem grossen Badener Fest gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Tragen den Badener Geist weiter

Die Sämi Merker und Nik Notter gehören zu den Kämpfern an vorderster Front. Das erstaunt keineswegs, denn ihnen wurde der viel zitierte und doch manchmal in Frage gestellte Badener Geist von den Eltern in die Wiege gelegt.

«Wir haben diesen Verein für das Stadtfest gegründet», sagt Nik Notter. Wir, das sind dynamische junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren, die gerne anpacken. Einige haben bereits aktiv an einer Badenfahrt mitgemacht. «Darum ist uns klar, dass wir 10 Tage lange gefordert werden», so Sämi Merker.

Schnaubendes Ungeheuer

«Leviathan» heisst die Festwirtschaft, die sie neben der Sebastianskapelle aufstellen werden. Der Name Leviathan stammt von einem biblisch-mythologischen Seeungeheuer und wurde schon für allerlei verwendet: für Fracht- und Kriegsschiffe bis zu Metal-Bands.

Die Erbauer sind bereits beim Vorfabrizieren der Wände ins Schnauben beziehungsweise Schnaufen geraten. Die Wände werden aus gebrauchtem Material und alten Brettern zusammengestellt. «Der ökologische Gedanke war für uns wichtig», erklärt Notter. Der Gast solle auch an Gebrauchtem einen Zauber entdecken. Er kann das Material nach dem Fest sogar ergattern – «mit Echtheitszertifikat», heisst es.

Das architektonische interessante Projekt ist zweistöckig und umspannt den Baum am Rande des Kirchplatzes. So wird man die Festbeiz irgendwie zwischen Favela, Baumhaus oder Holzchalet anordnen – sie wird aber statisch geprüft werden. Bistro-Klassiker und diverse Baquettes nebst «Steak et Frites» bilden die kulinarischen Höhepunkte. Unverstärkte Musik, Präsentationen und diverse Künstler (auch aus dem Publikum) werden die Unterhaltung bestreiten.