Aargau Ost

Festhütte Aargau Ost: Die Wahl zwischen Wettiger- und Züri-Fäscht

In Wettingen und im Vorort Zürich feiern dieses Wochenende tausende Aargauerinnen und Aargauer..

Mit einem denkbar schönen Sommerabend startete am Freitag das 44. Wettiger Fäscht in seine dreitägige Festivitäten. Obwohl zur selben Zeit auch das Züri-Fäscht lockte, fanden sich zum Wochenende Tausende gut gelaunter Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Umgebung in den Strassen Wettingens zusammen und frönten dem Sommer mit leckerem Essen, guter Musik und bester Gesellschaft.

Wie jedes Jahr hielt auch dieses Mal das traditionsreiche Gemeindefest sein Versprechen, ein Fest für alle zu sein: Denn nicht nur die Essensstände und das Musikangebot war reich und vielseitig, auch das Rahmenprogramm hielt für Jung wie Alt so Einiges bereit. Die Bezirksschulwiese gehörte den jüngsten Festbesuchern, dort wurde um den Titel des schnellsten Wettingers gerannt und auf der Hüpfburg um die Wette gehüpft. In der wählBAR, die zum 50. Jubiläum des Einwohnerrates von aktuellen und ehemaligen Mitgliedern betrieben wurde, genoss die nächsthöhere Generation ein Konzert der Harmonie Wettingen-Kloster. Dazwischen spielte das Leben auf dem Lunapark, den zahlreichen Essensständen und Aktionszelten: Allen voran aber auf der Brühlwiese, wo Freitag und Samstag rund zehn Musiker und Bands, sowie zwei DJ’s für Stimmung sorgten.

Neben dem Highlight des diesjährigen Open Airs «The Wanton Bishops» aus dem Libanon, die am Samstagabend auftraten, überraschte am Freitag die Band Son Mieux. Die Niederländer brachten mit einem herrlich fröhlichen Mix aus Singer-Songwriting-Talent und elektronischer Musik landestypische «Gezelligheid» in das Festzelt. Nach Sonnenuntergang war es aber die Pop-Electro-Band «Larytta», die mit ihren scharfen Rhythmen die Menschen zum Tanzen brachte.

Das grösste Fest der Schweiz

Wer sich trotz diesem Programm in Wettingen für die grösste Party der Schweiz – das Züri-Fäscht – entschied, erlebte dort über dem Seebecken ein grosses Feuerwerk bei perfekten Bedingungen. Während einer halben Stunde knallten am klaren Nachthimmel die Feuerwerkskörper und die farbigen Funkenregen ergossen sich über den Köpfen der staunenden Masse. Dazu liefen Hits wie David Bowies «Starman» oder Van Halens «Jump».

Es war das erste Highlight des Züri-Fäschts, das am späten Freitagnachmittag begonnen hatte und noch bis heute Abend um 23 Uhr andauert. Gestern Abend und in der Nacht auf heute sorgten gleich nochmals zwei Feuerwerke für romantische Stimmung. Dass in diesem Jahr beim Züri-Fäscht gleich drei Feuerwerke zu bestaunen sind, haben die Festbesucher nicht (nur) den protzigen Zürchern zu verdanken, sondern auch dem Sicherheitskonzept. Das Programm wurde örtlich und zeitlich stärker gestaffelt, damit sich das Publikum besser verteilt. Aus diesem Grund ist auch das Festareal erweitert worden.

Das Konzept schien für die Sicherheitsbehörden aufzugehen. In einer ersten Bilanz sprach die Zürcher Stadtpolizei von einem insgesamt «friedlichen und fröhlichen Fest ohne gravierende Zwischenfälle». Es sei allerdings wegen Streitereien, Tätlichkeiten, einem Raubversuch und sexuellen Belästigungen zu einzelnen Polizeieinsätzen und Verhaftungen gekommen.

Gestern ist den Sicherheitskräften zudem entgegengekommen, dass das Wetter nicht mehr allzu freundlich war, denn Regen ist zumeist der beste Polizist. Er verhängte der Stadt aber nicht gerade eine Sperrstunde. Trotz des Regens strömten auch am Samstag zahlreiche Festbesucher in die Zürcher Innenstadt, feierten fröhlich und genossen das reichhaltige Programm des Züri-Fäscht. So verfolgten beispielsweise zahlreiche Eltern und ihre Kinder in Regenanzügen und mit aufgespannten Schirmen die Drachenbootrennen bei der Rudolf-Brun-Brücke auf der Limmat und feuerten die Teams an. Andere vergnügten sich auf den zahlreichen Bahnen und den Riesenrädern an den verschiedenen Chilbi-Standorten. Und besonders hartgesottene Festbesucher tanzten nach einer Freinacht bereits am Vormittag wieder zu elektronischen Beats vor den Musikbühnen.

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