Baden
Festival One of a Million lockt mit Lambs and Wolves und Caged Animals

Stimmige Popmusik gabs an einem speziellen Festival in Baden: Im Kulturlokal Merkker spielte die deutsche Indie Pop Band Lambs and Wolves; in der Stanzerei gab die New Yorker Band Caged Animals ein Gastspiel.

Barbara Scherer
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Stimmige Musik mit langsamen Rhythmen spielt die deutsche Indie-Pop-Band Lambs and Wolves im Kulturlokal Merkker.
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Lambs and Wolves verbreitet im Merkker harmonische Stimmung
Mit klarer Stimme überzeugt der Leadsänger von Caged Animals
Der Hauptact Caged Animals füllt die Stanzerei an diesem Abend
Ein Touch von Melancholie schwingt in den Liedern von Lambs and Wolves mit
Festival One of a Million lockt mit stimmiger Popmusik

Stimmige Musik mit langsamen Rhythmen spielt die deutsche Indie-Pop-Band Lambs and Wolves im Kulturlokal Merkker.

Philippe Neidhart

Schulter an Schulter steht das Publikum ruhig, fast unbewegt und lauscht den langsamen Rhythmen der Band Lambs and Wolves im Kulturlokal Merkker.

In fast allen Liedern schwingt ein Touch von Melancholie mit, dabei verbreitet sich eine romantische Atmosphäre. Während der Leadsänger auf zwei Keyboards gleichzeitig spielt, wandert sein Blick verträumt an die Decke. Auch im Publikum herrscht harmonische Stimmung; mit geschlossenen Augen wird im Takt gewippt und kaum geredet. Wer zu laut wird, der wird mit einem dezenten «Psst» zurechtgewiesen.

Man merkt kaum etwas vom Wolf bei der Musik der deutschen Band Lambs and Wolves: diese Klänge begeistern eher ruhige Gemüter und Verliebte. So hält sich der Grossteil des Publikums auch mehr im Hintergrund auf, während vor der Bühne viel leerer Raum bleibt.

Etwas anders geht es bei der US-amerikanischen Band Caged
Animals zu und her. Mit Synthesizer und Bass präsentiert die Band einen druckvollen Sound, aus dem sich die klare Stimme des Sängers hebt.

Mit einer Mischung aus Indie Pop und Pop Rock bringt die Band Bewegung ins Publikum. Vor der Bühne drängen sich die Leute – es herrschen etwas beengte Verhältnisse.

Kontakt zum Publikum ist ganz im Sinne der Band; mit kurzen Geschichten zwischen den Liedern sucht der Leadsänger die Publikumsnähe. Gleich zu Beginn fordert er das Publikum auf, die Hände über den Kopf zu werfen und tief einzuatmen, das Ganze erinnert mehr an eine Yogaübung, doch die Besucherinnen und Besucher sind begeistert und ausgelassen von Anfang an.

Vor der Bühne wird alsbald auch munter getanzt, während im Hintergrund etwas scheuer der Körper im Takt bewegt wird. Direkt aus Italien ist die junge Band aus Brooklyn angereist und spielt unter dem hellen Schriftzug des Festivals «OOAM» erstmals in der Schweiz.