Baden
Festival «One Of A Million» trotzt Corona und wird zum Radio-Erlebnis

Das Entdecker-Musikfestival in Baden wird vom 29. Januar bis 6. Februar durchgeführt. Aber für einmal ganz, ganz anders.

Stefan Künzli
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Die Band «Mnevis» feiert eine Albumtaufe der anderen Art.

Die Band «Mnevis» feiert eine Albumtaufe der anderen Art.

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Lang ist’s her: Vor einem Jahr war «One Of A Million» (OOAM) das letzte Festival vor dem Lockdown. Das letzte Festival, das noch unter normalen Bedingungen stattfinden konnte. Die bundesrätliche Ankündigung in dieser Woche hat bei den Veranstaltern in Baden nun die letzte Hoffnung auf eine Rückkehr zur kulturellen Normalität geknickt. Trotzdem wird es vom 29. Januar bis 6. Februar ein «One Of A Million»-Festival geben. Einfach ganz anders.

Eingeladen sind dreizehn Schweizer Musikerinnen und Musiker, die mehrere Tage in Residenzen wie dem Royal oder dem Jugendstilsaal Blume arbeiten. Das Ergebnis fliesst in Konzerte ein, die von den Radios Kanal K, 3Fach und dem Stadtfilter Winterthur übertragen werden. Überhaupt ist der Schwerpunkt bei den Radios. Sie begleiten das Festival mit weiteren Beiträgen, Interviews und übertragen die Panelgespräche zum Thema «Frauen in der Musik» und «Nachhaltigkeit in der Kultur».

«Live-Streaming ist für uns dagegen nie in Frage gekommen», sagt Céline Werdelis von der Festivalleitung. Nicht nur, weil das Streaming bereits seinen Reiz verloren hat, sondern auch, weil die Tonqualität «nicht unseren Vorstellungen entspricht». Stattdessen wird der Video-Künstler Samuel Weniger das Festival begleiten und daraus einen Kunstfilm machen. Dazu kommen tägliche Zusammenfassungen des Festivalalltags mit Videos und Fotos über Social Media.

Die Festival-Höhepunkte sind die Album-Taufe von Mnevis, der Aargauer Band mit Mario Hänni (Pablo Nouvelle, Heinz Herbert, Sophie Hunger) sowie die Weltpremiere der abenteuerlichen neuen Band «The Secret Of Perfection-Flames» mit Hackbrett und Donat Kaufmann (Gitarre).

Veränderungen gab es auch in der Festivalleitung. Die fünfköpfige Festivalleitung besteht neu aus Céline Werdelis (Kommunikation) Fabian Mösch (Programm), Sophie Dürr (Produktion), Christoph Küng (Finanzen) und Moritz Meier (Gastronomie und Nachhaltigkeit).

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