Ehrendingen
Festival vereint Kunst und Musik – und gilt als Publikumsmagnet

Das zweitägige Festival des Arcs bietet mehr als nur Musik-Trouvaillen. Über 1200 Besucher werden erwartet.

Stefanie Garcia Lainez
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Die Vorfreude auf das Festival ist bei den Organisatoren gross. zvg

Die Vorfreude auf das Festival ist bei den Organisatoren gross. zvg

zvg/Pascal Hubeli

Kasperlitheater hören auf dem WC, Jam-Sessions am Lagerfeuer und Besucher, die sich als Zauberer unter die Menge mischen: Am Festival des Arcs heute Freitag und morgen Samstag gehören kreative Details und die spontane Mitwirkung des Publikums genauso zum Programm wie die Musik.

Das Festival-Gelände liegt idyllisch zwischen Bachlauf, Bäumen und Gipsgrube
5 Bilder
1200 Besucher werden erwartet
Ein Shuttlebus fährt jede halbe Stunde von der Bushaltestelle "Post" zum Festivalgelände
Wer mit dem Velo kommt, erhält einen Willkommensdrink
Besucher dürfen mehr als nur Musik-Trouvaillen erwarten

Das Festival-Gelände liegt idyllisch zwischen Bachlauf, Bäumen und Gipsgrube

Pascal Hubeli

Populäre Headlinder findet man am Ehrendinger Open Air bei der Gipsgrube zwischen Bäumen, Bachlauf und Naturschutzgebiet bewusst nicht. Dafür aber eine breite Palette an Musikstilen wie Psychedelic Rock, Skarockreggae, Folk, Drum’n’bass, Techno oder Goa. «Dieses Mal tritt mit ‹Phraze Ablaze› zum ersten Mal seit der ersten Ausgabe vor 18 Jahren eine Hip-Hop-Band auf», sagt der Kommunikationsverantwortliche Martin Bürgin.

Mit der israelisch-palästinensischen Band «anna rf», «Hyenaz» aus Berlin und Australien oder «Saadji» aus Frankreich ist das Open Air neu auf den beiden Konzertbühnen auch internationaler ausgerichtet. Zudem kommen die Lokalhelden von «Announciation» nach langer Pause für das Festival des Arcs wieder zusammen. Tagsüber sind auf dem Gelände Literaten, die aus Inputs der Besucher Kurzgeschichten schreiben, Magier, Comiczeichner oder Linolschnitt-Künstler anzutreffen. Unterdessen gehört auch der viel besuchte Familiennachmittag zur Tradition. Darunter sind viele Stammgäste, die nach ihren wilden Jahren nun mit ihren Kindern ans Open Air kommen.

Wichtiger Bestandteil ist auch die liebevolle Gestaltung des Festivalgeländes. «In diesem Jahr hat es weniger Blumen, dafür mit den aufgehängten Isolationsdecken mehr Glitzer und Glimmer», sagt Bürgin und ergänzt: «Man merkt, dass wir ein neues Deko-Team haben.» Von der neuen, zweistöckigen Tribüne am Hang haben die Besucher einen guten Blick auf die goldig-silberne Installation. Via Körbchen-Seilbahn liefert die Bar ihnen Getränke. Und mit dem Festival-eigenen Pöstler können die Gäste wiederum Briefe für ihre Freunde auf dem Gelände aufgeben.

Das Organisationsteam versucht, das Festival so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien, der Abfall wird getrennt. Wer mit dem Velo anreist, erhält einen Willkommensdrink, es gibt Führungen durch das Naturschutzgebiet in der Gipsgrube und Raucher erhalten einen PET-Rohling von Rivella für ihre Zigaretten. Bürgin: «Das funktioniert sehr gut, weil das Publikum mitmacht.»

Festival des Arcs: Fr., ab 18 Uhr, und Sa; jede halbe Stunde fährt ein Shuttlebus ab der Haltestelle «Post» aufs Gelände; Ehrendingen.

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