Traditionell lädt der Gemischte Chor Dättwil alle zwei Jahre zu den Chorabenden ein. Am vergangenen Freitag und Samstag war es wieder soweit und die Aula Höchi in Dättwil war bis auf den letzten Platz belegt. Unter dem Motto: «Heute hier, morgen dort» wurde das Publikum durch die 45 Sängerinnen und Sänger mit Zigeunerlieder unterhalten. Wobei der Chor am Probeweekend in Huttwil den letzten Schliff verpasste.

Sogar aus Wien angereist

Mit einem «Feuer-Drink» als Apéro an der Cüpli-Bar im Foyer stimmten sich die zahlreichen Gäste auf den Abend ein. Getreu dem Motto startete der Gemischte Chor Dättwil mit dem Stück «Heute hier, morgen dort» mit der Melodie von Gary Bolstad und dem Text von Hannes Wader in den Abend, wo das Lebensgefühl des reisefreudigen Menschen zelebriert wurde. Fröhliche, rassige sowie temperamentvolle Zigeunerlieder wie «He, Zigeuner» und «Brauner Bursche» von Johannes Brahms sowie «das Zigeunerleben» von Robert Schumann fehlten im abwechslungsreichen Programmteil ebenso wenig wie «Der Zigeunerbaron» aus der Operette von Johann Strauss. Der Chor wurde in seinen Liedern am Klavier von Hanspeter Neumann begleitet, während Hubert Kirrmann für die Gitarren-Begleitung besorgt war.

Unter der bewährten Leitung von Christine Neuhaus, welche im Verein seit 27 Jahren als Dirigentin wirkt, wurde ein beschwingter Abend voller Lust am Gesang und Tanz mit melodiösen Liedern geboten. Die Mischung aus Jubel und Übermut, das Gefühl der Sehnsucht und natürlich die Liebe als Himmelsmacht liess keine Wange trocken. Zum krönenden Abschluss lud das Lied «Lustig ist das Zigeunerleben» zum Mitsingen und Mitschaukeln ein, bevor nach dem musikalischen Teil als Dessert noch der «Zigüner-Kafi» auf dem Programm stand. «Unsere Chorabende haben Dorffest-Charakter, wobei wir in diesem Jahr sogar Besucher aus Wien begrüssen durften», zeigte sich Präsidentin Annalise Walser begeistert.