Schon von weitem ist die riesige Blume zu sehen mit ihren Blütenblättern aus Solarflächen. An diesem Stand können sich die Besucher der 9. Messe «Bauen+Wohnen» über die neusten Innovationen in der Solartechnik informieren. Gleich daneben präsentieren Aussteller verschiedene Pools für den Garten. Das Messegelände im Wettinger Tägi ist erst eine Stunde offen und schon tummeln sich zahlreiche, neugierige Besucher vor den Ständen.

In sechs Hallen zeigen 330 Aussteller während vier Tagen die neusten Trends zum Thema Küche, Fenster und Heizung. «Der Standort im Tägi ist optimal», sagt Marco Biland, Messeleiter und Geschäftsleiter der ZT Fachmessen AG. «Das Gelände ist zentral und bietet gleichzeitig genug Platz.»

Eine Eisblockwette

Eines der Highlights dieses Jahr sei die Eisblockwette: «Damit können wir zeigen, was die Wärmedämmung effektiv bringt», sagt Biland. Das funktioniert so: Ein Eisblock wird in einem optimal nach Minergie-P-Standard wärmegedämmten Häuschen den Aussentemperaturen ausgesetzt. Ein zweiter Block kommt in ein Häuschen, das isoliert ist wie ein Bau aus den 70er-Jahren. Die Besucher können nun schätzen, wie schwer die beiden Blöcke nach vier Tagen noch sind.

Spannend wird es auch, wenn die Schäferhündin Amy am Samstag und Sonntag den Besuchern zeigt, wie schnell sie Schimmelherde finden kann. «Bei schlechter Isolation kann es vorkommen, dass sich unter der Teppichleiste Schimmel bildet», sagt Biland. Wer nicht jede einzelne Leiste abschrauben möchte für eine Schimmelkontrolle, schickt einfach Spürnase Amy los.

Bibeli, um Heizsystem vorzustellen

Die Schäferhündin ist aber nicht die einzige tierische Vertretung an der Messe: Ein Aussteller hat Bibeli dabei, um sein Heizsystem vorzustellen. «Normalerweise hängt über einem Bibeli-Gehege eine Wärmelampe», erklärt der Fachmann. «Wir haben sie ersetzt durch eine Heizung entlang des Bodens.» Die Bibeli würden sich wohlfühlen und so demonstrieren, dass die Heizung funktioniere.

Ein paar Stände weiter kann man mehr über Mondholz erfahren. «Am günstigsten ist es, die Bäume bei abnehmendem Mond in den Wintermonaten zu fällen», erklärt der Holzfachmann. Zu dieser Zeit würden beispielsweise weniger Stoffe aufgenommen, die für Pilze und Insekten ideal seien. «So bleibt das Holz auch später frei von Pilzen und Insekten.»