Wettingen
Feuerwehr simulierte bei der Autobahnraststätte den Ernstfall

Eigentlich war die Feuerwehr Wettingen auf dem Weg zu einer Übung. Doch auf dem Weg zum Fluss unterhalb der Autobahnraststätte Würenlos trafen sie auf einen Ernstfall.

Dennis Kolcava
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Unter Idealbedingungen konnte die Ölsperre eingebaut werden.ASP

Unter Idealbedingungen konnte die Ölsperre eingebaut werden.ASP

Die Stimmung beim Appell im Feuerwehrmagazin ist entspannt. Während Ölwehrchef Michael Voser die Namen aufruft, richten die herbeieilenden Männer mit letzten Handgriffen ihre Montur.

Viele «Ja»-Rufe erklingen gedämpft aus der Umkleidekabine. Die Leichtigkeit verfliegt, als Einsatzleiter Oliver Gross erste Befehle erteilt. Das Einsatzmaterial der Ölwehr wird auf einen Lastwagen gehievt. Männer koppeln die aufgewickelte Sperre an. Innerhalb weniger Minuten sind die Fahrzeuge beladen und abfahrbereit.

Ernstfall: Unfall auf dem Hinweg

In Würenlos beim Eisenbahnübergang hält der Konvoi. Eine Person – mutmasslich ein Velofahrer – liegt am Boden. Die Feuerwehrleute, die eigentlich auf dem Weg zu einer Übung sind, helfen im Ernstfall spontan und regeln den Verkehr.

Bald übernehmen Polizei und Sanität die Verantwortung und die Feuerwehr Wettingen kann ihre Fahrt zur Einlassstelle fortsetzen. Die Ölsperre an der Limmat kann an gewissen Orten befestigt werden. An diesem Abend wird eine Stelle unterhalb der Autobahnraststätte Würenlos gewählt.

Letzter Ernstfall im Februar

Am Einsatzort werden die plastifizierten Schwimmelemente der Sperre in Schlangenlinien am Boden ausgelegt. Die Männer im Einsatzboot spannen ein Zugseil in einer Schleife über den Fluss.

Paul Meier, Kommandant der Feuerwehr Wettingen, sagt: «Unfälle, bei denen Öl in die Limmat ausläuft, geschehen im Vergleich zu früher aufgrund besserer Sicherheit selten. Den letzten Ernstfall gab es im Februar.»

Schliesslich wird die Sperre vom Feuerwehrwagen behutsam auf den Fluss gezogen. Starke Hände reichen die Elemente am Ufer ins Wasser. «Diese Arbeit darf nicht hastig gemacht werden.

Präzision ist das A und O», sagt Paul Meier. Bereits 50 Minuten nach Einsatzbeginn liegt der 170 Meter lange Schlauch einsatzbereit im Wasser. Die Feuerwehr leert natürlich kein Öl in die Limmat. Aber der hängen gebliebene Blütenstaub zeugt von der Wirksamkeit der Sperre.

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