Spreitenbach Dietikon
Firma Hupac ist skeptisch gegenüber den Zielen für den SBB Gateway

Mit dem Bau des Gateways will die SBB im Januar 2016 beginnen. Die Inbetriebnahme ist für August 2018 geplant. Rund 600 Container sollen dort täglich umgeladen werden.

Sandro Zimmerli
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Auf dem Areal des Rangierbahnhofs Limmattal ist der Gateway geplant.

Auf dem Areal des Rangierbahnhofs Limmattal ist der Gateway geplant.

Walter Schwager

Die Firma Hupac steht einer Begrenzung des Strassenverkehrs vom und zum geplanten Gateway Limmattal skeptisch gegenüber. Vorgesehen ist, dass dort 80 Prozent der Güter auf der Schiene und 20 Prozent auf der Strasse weitertransportiert werden.

«Eine solche Begrenzung schränkt die Möglichkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Terminals ein», wie Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Verwaltungsrates der Hupac, gestern anlässlich der Bilanz-Medienkonferenz in Zürich sagte. Er sei zwar Befürworter eine Quotenregelung, wie diese ausgestaltet werden soll, könne er nicht sagen.

Mit der im kombinierten Lastwagen-Güterzugverkehr tätigen Hupac, hat sich damit ein weiteres Schwergewicht zum umstrittenen Containerterminal beim Rangierbahnhof Limmattal zwischen Spreitenbach und Dietikon geäussert.

Steurmittel ineffizient eingesetzt

Mitte März wurde bekannt, dass sich neben den betroffenen Gemeinden und politischen Parteien auch die Verlade-Industrie beim Bund gegen das SBB-Projekt zur Wehr setzte. Unter der Anführung des Verbands Swiss Shipper’s Council warnte die Branche, dass Mittel des Bundes und der Steuerzahler ineffizient eingesetzt würden. Deshalb sei das Projekt sofort einzustellen.

Maritimer un kontinentaler Verkehr sollen profitieren

So weit will Bertschi nicht gehen. «Ich bin nicht der Meinung, dass der Gateway Limmattal eine Fehlinvestition ist», hielt er fest. Das Limmattal sei ein guter Standort, wenn man verteilen wolle. Es sei aber erforderlich, dass der Gateway, wie auch das geplante Terminal Basel Nord, sowohl für den maritimen als auch für den kontinentalen Verkehr konzipiert werde. Es sei zwingend, dass die Anlagen für den Umschlag von Wechselbehältern und Sattelaufliegern ausgerüstet seien. Das sei bei der bisherigen Planung des Gateway im Limmattal nicht der Fall. Zudem müssten die beiden Grossterminals in ein Gesamtkonzept integriert werden sowie über gute Schienenanbindungen nach Norden und Süden verfügen.

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