Neuenhof
Firma pflanzt 730 Bäume

Die Köpflipartners AG aus Neuenhof will damit ihren CO2-Ausstoss kompensieren.

Nadine Bunde
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Geschäftsführer Robert Naville packt kräftig mit an.

Geschäftsführer Robert Naville packt kräftig mit an.

«Man weiss ja nicht wirklich, wo das Geld hingeht, dass man für ein CO2-Zertifikat bezahlen würde», sagt René Rötheli, Projektleiter für Text und Partner bei Köpflipartners AG. Deshalb hat die Firma sich für einen anderen Weg entschieden: Im Wald von Neuenhof und in den umliegenden Wäldern werden 730 Bäume gepflanzt. Diese fungieren als natürliche CO2-Kompensatoren.

Am Donnerstagnachmittag sind an einem Firmenanlass 50 der 730 Bäume in einem neuenhofer Waldstück gesetzt worden, das aufgrund von Borkenkäfern gerodet werden musste. Mitarbeiter, aber auch Kunden und Partner der Köpflipartners rüsteten sich mit Schaufeln und Handschuhe aus und packten kräftig mit an. Man setzte Lärchen und Douglasien in einem Waldstück, das man laut Förster ansonsten brachliegend gelassen hätte.

Trotz neuster Technologien und Prozessoptimierungs-Massnahmen könne man nicht verhindern, das CO2 aussgestossen werde, sagt Rötheli. «Wir produzieren in der Industrie alle CO2», sagt auch Robert Naville, Projektleiter und geschäftsführender Partner bei den Köpflipartners. «Irgendwann sind wir zur Einsicht gekommen, dass wir das CO2, welches wir ausstossen, nicht nur verringern, sondern kompensieren wollen. Indem wir verschiedenste Projekte im Ausland unterstützen oder uns teure Zertifikate kaufen würden, könnten wir eine beeindruckende CO2-Bilanz präsentieren. Wir haben uns jedoch dazu entschieden, etwas vor der eigenen Haustüre zu unternehmen».

In diesem Stück Wald wurden die 50 ersten der 730 Bäume gepflanzt
5 Bilder
Einer der 730 neu gepflanzten Bäume
Verschiedenste Kunden und Partner helfen beim Pflanzen der Bäume
Nach getaner Arbeit die Belohnung: Ein kühles Bier
Zur Belohnung gab es am Schluss eine Wurst und etwas zu trinken

In diesem Stück Wald wurden die 50 ersten der 730 Bäume gepflanzt

Badener Tagblatt

Die Kommunikationsfirma produziert pro Jahr einen CO2-Ausstoss von durchschnittlich 1300 Tonnen. Mit einer chemischen Formel für die Fotosynthese haben die Köpflipartners errechnet, wie viel CO2 ein Baum aufnimmt und wie viele davon nötig sind, um für die letzten zwei Jahre den CO2-Ausstoss zu kompensieren. Die Köpflipartners können ihre Aufträge auf diese Art klimaneutral erledigen, ohne Mehrkosten für ihre Kunden.

Es war ein Firmenanlass der etwas anderen Art: ganz ohne Anzug und «Cüpli», dafür mit Jeans, Turnschuhen und zum Abschluss mit Wurst und Bier in der Sonne.