Stetten
Firma produziert ein Fünftel des eigenen Strombedarfs auf dem Dach

Die neue Solaranlage auf dem Dach der Pacovis AG in Stetten soll künftig 200'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. «Das ist ein Fünftel unseres Strombedarfs hier in Stetten», rechnet Geschäftsführer Michael Eser vor.

Sabina Galbiati
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Michael Eser,Geschäftsführer der Pacovis AG, zeigt die Solarpannels auf dem Dach.
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Die Pacovis AG in Stetten zapft den Strom jetzt vom eigenen Dach.
Die Pacovis AG handelt mit Einwegverpackungen für die Gastrobranche.
Die Pacovis AG handelt mit Einwegverpackungen für die Gastrobranche.
Ein Teil des Sortiments besteht aus umweltfreundlichen Materialien
Diese Becher haben Sie vielleicht irgendwo schon mal gesehen oder daraus getrunken.

Michael Eser,Geschäftsführer der Pacovis AG, zeigt die Solarpannels auf dem Dach.

Sabina Galbiati

Wenn es die Pacovis AG mit Schlagzeilen in die Berichterstattung schafft, dann allermeist mit Expansionsprojekten im In- und Ausland (siehe Box). Die jüngste Erweiterung des Herstellers von Gewürzmischungen und Händlers von Einwegverpackungen ist noch keinen Monat alt: Am Firmensitz in Stetten investierte die Firma in eine 1200 Quadratmeter grosse Solaranlage auf dem Dach des Firmengebäudes.

Pacovis AG

Die Pacovis AG wurde 1935 gegründet. Heute beschäftigt sie rund 250 Mitarbeiter davon 120 in Stetten. Im Jahr 2002 wurde eine Niederlassung in Rumänien gegründet. Weitere Tochterfirmen kamen 2005 in Deutschland und 2008 in der Türkei dazu.

Den Firmenhauptsitz in Stetten hat man 2001 und 2010 letztmals ausgebaut.

2011 übernahm Pacovis die österreichische Firma Unterweger GmbH & Co KG mit Sitz in Wien. 2013 kaufte die Pacovis in Deutschland den Verpackungshändler MaWe-Pack mit Sitz in Dettingen und den Gewürzhersteller Patzelt mit Sitz in Sassenberg. Weltweit ist die Firma mit Vertriebsagenturen vertreten: so beispielsweise in Frankreich, Italien, Holland, Russland, Polen, Serbien oder Südkorea. (gal)

Sie ist seit Dezember in Betrieb und liefert künftig 200'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. «Das ist ein Fünftel unseres Strombedarfs hier in Stetten», rechnet Geschäftsführer Michael Eser vor. Er hätte noch mehr Solarmodule montiert. «Aber auf dem einzigen verbleibenden Dach war die Installation aus technischen Gründen nicht möglich, sonst hätten wir dieses auch für Sonnenstrom genutzt.»

Sollten die Solarzellen zu Spitzenzeiten mehr Strom produzieren als benötigt, wird dieser ins allgemeine Stromnetz gespeist. Für den Bau der Anlage ist die Entesco GmbH mit Sitz in Stetten verantwortlich. Eser: «Wir haben sehr darauf geachtet, soweit möglich, einheimische Firmen zu engagieren.»

Das sei jedoch nicht ganz einfach. «Wie bei allen Boombranchen, die staatlich unterstützt werden, tummeln sich viele Anbieter auf dem Markt», sagt er. Da sei der Solarstrom ein Paradebeispiel. «Viele Schweizer Hersteller behaupten nur, sie produzieren in der Schweiz, handeln aber letztlich mit ausländischen Produkten.»

Auch im Raum Deutschland hat die Pacovis AG im letzten Jahr erneut investiert. Sie kaufte den deutschen Gewürzhersteller Patzelt GmbH auf. «Der deutsche Markt war für uns bisher schwer zugänglich», sagt Geschäftsführer Michael Eser. Das soll sich mit der in Sassenberg, Norddeutschland heimischen GmbH ändern.

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