Freienwil

Fliegt Ammann bald übers Dorf? Eine anspruchsvolle Neujahrsansprache

Robert A. Müller bei seiner Neujahrsansprache in der Freienwiler Mehrzweckhalle. martin rupf

Robert A. Müller bei seiner Neujahrsansprache in der Freienwiler Mehrzweckhalle. martin rupf

Gemeindeammann Robert Müller sprach am Neujahrsapéro zur Freienwiler Bevölkerung. Im kommenden Jahr stehe vor allem die Weiterführung der Projekte «Weisser Wind» und «Freienwil Mitte» im Vordergrund.

Wer etwas gar feucht-fröhlich ins neue Jahr gerutscht war und deshalb am gestrigen Sonntagvormittag immer noch unter den Silvester-Nachwirkungen litt, dem machte es Gemeindeammann Robert Müller am Neujahrsapéro nicht einfach.

So eröffnete Müller seine Rede mit ein paar «News». Dabei erschloss sich wohl den wenigsten der Anwesenden, was genau die Vertragsverlängerung von Murat Yakin oder die katholische Kirche von Endingen mit Freienwil zu tun haben, oder weshalb Freienwil eine Gemeinde mit Nordhang finden müsse, damit Simon Ammann in die Ebene fliegen könne.

Auch in der Folge sprach der Gemeindeammann eher in Rätseln. So nannte er Freienwil die Perle unter den 21 Gemeinden im Bezirk Baden – «trotz einiger kleinerer Probleme mit gewissen Jugendlichen». Was für Probleme er meinte, liess er dabei offen.

Spätestens jetzt dürften die ersten Gäste verzweifelt zum Buffet geschaut haben. Dies in der Hoffnung, bald ein Glas Wein in den Händen zu halten. Doch noch war es nicht so weit. Vielmehr fuhr Müller fort, Missstände anzuprangern, ohne näher auf die Themen einzugehen, geschweige denn, den Bezug zu Freienwil herzustellen. Sinngemäss: Die Schweizer Sozialwerke seien weltweit einzigartig, würden aber leider auch oft missbraucht.

Zudem müsse bei Masslosigkeit zur Not die Kündigung eines Vertrags angedroht werden. «Warum: Wir müssen je denn mehr unsere Freiheit verteidigen.»

1000er-Marke ist bald fällig

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Müller durchaus auch Konkretes vortrug. So sei es Freienwil bis heute zwar noch nicht gelungen, die 1000er-Marke zu knacken. «Doch mit aktuell 962 Einwohnern sind wir nahe dran», so Müller. Und rund 60 Prozent aller Freienwiler gingen einer Arbeit nach, was natürlich in Bezug auf die Steuereinnahmen sehr gut sei.

Auch ein kleiner Ausblick durfte nicht fehlen. So nannte Müller den Baubeginn der Ortsdurchfahrt, die Erstellung des Hochwasserschutzes, die Schulraumerweiterung und die Weiterführung der Pläne im «Weissen Wind» sowie der «Freienwil Mitte». Müller: «Mit der Freienwiler Mitte wird unser Dorf ein Gesicht erhalten und mit dem «Weissen Wind» wird das Dorf über einen Kulturraum verfügen.»

Ganz zum Schluss dankte der Gemeindeammann der Bevölkerung für das Vertrauen und stellte dabei gleich auch noch die Exekutive mit den neuen Rébecca Schneider und Daniel Aeschbach vor. Bei Weisswein und Leckereien klang der Neujahrs-Vormittag gemütlich aus.

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