Freienwil
Das Überleben des Dorfladens ist gesichert – trotz Widerstand kurz vor der Gmeind

Der Dorfladen wird zur Aktiengesellschaft: Mit grosser Mehrheit hat die Gemeindeversammlung am Donnerstagabend der Gründung einer AG zur Rettung des Dorfladens zugestimmt.

Claudia Laube
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Die Gemeinde wird zur Mehrheitsaktionärin der Dorfladen AG.

Die Gemeinde wird zur Mehrheitsaktionärin der Dorfladen AG.

Severin Bigler

Wie es mit dem Dorfladen weitergehen soll, das war an der Freienwiler Gmeind vom Donnerstag ein zentrales Thema. Die 108 anwesenden (von 742) Stimmberechtigten mussten darüber entscheiden, ob eine Aktiengesellschaft gegründet und ein Aktienpaket von 300'000 Franken erworben werden soll, um ihm das Überleben zu sichern.

Robert Müller, Freienwiler Gemeindeammann (SVP).

Robert Müller, Freienwiler Gemeindeammann (SVP).

Zvg / Aargauer Zeitung

Nur ein paar Tage zuvor war im Dorf ein Flugblatt verteilt worden, das für ein Nein warb. Die Gemeinde solle doch das Bauland, auf dem der Laden dereinst stehen soll, kaufen und es im Baurecht abgeben. Dafür hatte die grosse Mehrheit der Stimmberechtigten aber kein Gehör, wie Gemeindeammann Robert Müller (SVP) nach der Sommergmeind sagt: «Der Alimentierung des Dorfladens haben 78 Personen zugestimmt, 19 nicht.» Ihn habe erstaunt, wie rasch das Geschäft über die Bühne gegangen sei, auch wenn es nicht ganz ohne vorgehende Diskussion ablief.

Müllers Fazit:

«Es ist positiv, dass der Mehrwert für die Gemeinschaft gesehen wurde.»

Kurz vorher hatte auch die Ortsbürgergemeinde dem Antrag zugestimmt, 150'000 Franken in die AG einzuschiessen. Nun fehlen noch rund 200'000 Franken, welche die Dorf AG in den nächsten Monaten auftreiben muss, um das Projekt weiter vorantreiben zu können. Damit soll das neue Gebäude finanziert werden, in dem der Laden dereinst Einzug halten soll.

Dieses basiert auf dem bereits genehmigten Gestaltungsplan Freienwil Mitte. Die ebenfalls vorgelegte Abrechnung von total 240'000 Franken für die Erstellung des Gestaltungsplans wurde hingegen von der Gmeind zurückgewiesen – dieser lag ursprünglich einmal bei 80'000 Franken. Allen anderen Geschäften wie der Rechnung 2020 wurde zugestimmt.