Oberrohrdorf
Freizeitathleten laufen mit Herz

Teilnehmer rannten am Frühlingslauf um den Sieg – und für den guten Zweck

Hans Oldani
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Quer und Frühlingslauf 2017 in Oberrohrdorf
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Quer und Frühlingslauf 2017 in Oberrohrdorf

Hans Oldani

«Super, dieses Wetter!», strahlt OK-Vizepräsident Roger Keusch vom TSV Rohrdorf. «Sonnenschein, warm, trockene Verhältnisse, was will man mehr?» Das sagt er kurz vor Mittag, und das Quer ist in vollem Gange. Die Stimmung bei Läufern, Zuschauern und Organisatoren im Zielraum ist an diesem Samstag wie das Wetter: heiter. Rennen die Kleinen, fanen die Grossen. Mami, Papi, Geschwister, Grosseltern, einfach alle unterstützen die Kinder bei ihren Stafettenrennen.

Da tönt es aus Dutzenden von Kehlen: «Hopp, hopp, hopp, gib alles, chum nomol!» Der Ehrgeiz der Eltern scheint hie und da grösser zu sein als der Siegeswille ihres Nachwuchses. Ein Vater rennt mit dem weinenden Töchterchen an der Hand. Ihre Lauflust hält sich in Grenzen, doch im Ziel löst sich alles in Minne auf. Da ist auch die Kleine megastolz. Ihre Familie sowieso.

Punkt 14.35 Uhr kam der Regen

Es ist ja sage und schreibe bereits das 68. Quer durch Rohrdorf und damit eines der ältesten Stafettenrennen der Schweiz.

Am Nachmittag folgt der 23. Frühlingslauf – und mit ihm langsam aber sicher der Regen. Um präzise zu sein: um Punkt 14.35 Uhr. Wie sagt doch einer der TSV-Verkehrsordner: «In Sachen Wetter hat es heute alles dabei.» Das bisschen Regen tut der fröhlichen Stimmung keinen Abbruch. Nun fanen die Kleinen für die Grösseren, und zwar ebenso leidenschaftlich. Im Vordergrund steht beim «Lauf mit Herz» ja nicht unbedingt das ambitionierte Gewinnenwollen, sondern der Spass der Freizeitathleten. Wobei: So einfach ohne Ehrgeiz geht’s dann bei vielen Läufern doch nicht, man möchte ja die letztjährige Leistung verbessern. Allerdings ist der Vergleich nicht einfach, ist doch die Streckenführung heuer verändert worden: Es sind «nur» 8,6 statt 12,2 Kilometer zu laufen. «Die Neuerungen haben sich bewährt», stellt OK-Präsident Markus Müller am Schluss des Tages zufrieden fest. Zufrieden wird man auch in Widen sein, denn ein Drittel der Startgebühren wird an das «Haus Morgenstern» gespendet.