Turgi

Freschta Akbarzada ist nur noch einen Schritt vom Finale entfernt

Mit Christina Aguileras «The voice within» singt sich Freschta Akbarzada ins Halbfinale von «The Voice of Germany».

Die 23-jährige Turgemerin begeistert bei «The Voice of Germany» die Jury und steht diesen Sonntag im Halbfinale.

«Der nächste Auftritt hat es in sich», heisst es, als der «The Voice of Germany»-Moderator die Sängerin Freschta Akbarzada ankündigt. Wer am Donnerstagabend die Castingshow auf Sat1 eingeschaltet hat, konnte mitverfolgen, ob die Turgemerin die sogenannten «Sing Offs» schafft und somit ins Halbfinale kommt.

Akbarzada musste sich gegen neun Konkurrenten durchsetzen und einem anderen den vorläufig sicheren Platz klauen. «Das ist hart, aber das ist die Show», sagt die 23-Jährige.

Sie ist in der Gruppe von Sido, einem deutschen Rapper. Und dieser hat sich vor der Entscheidung einen internationalen Star an seine Seite geholt: Sänger James Blunt. Der Gastcoach soll den Sängern helfen und Tipps geben. Das kommt Akbarzada gelegen, denn nach Whitney Houston und Adele hat sie sich erneut für eine grosse Diva entschieden.

Diesmal singt sie «The voice within» von Christina Aguilera. «Jeder, der auf einer Bühne Christina Aguilera singt, hat ein unglaubliches Selbstbewusstsein», sagt James Blunt. An Selbstbewusstsein fehlt es der Turgemerin nicht. Mit geballten Fäusten und geschlossenen Augen singt sie in der Probe vor Sido und James Blunt.

lunt scheint fasziniert, hat aber einen Kritikpunkt: «Ich fände es schöner, wenn du die hohen Töne etwas lieblicher singen würdest, weil du wunderschön singst.» Auch Sido sieht Verbesserungspotenzial: «Du musst den Song fühlen, um Gänsehaut bei den Leuten zu verursachen.»

Sie solle fühlen, was die Worte ihr bedeuten, ergänzt Blunt. Im Interview mit dieser Zeitung sagt Akbarzada: «Die Tipps der Coachs habe ich mir zu Herzen genommen und auch umgesetzt.» Sie wolle es allen zeigen. «Anfangs habe ich mich wegen der Höhen echt schwergetan, aber jetzt kann ich es.»

Sogar ein Jurymitglied ist verliebt in die Turgemerin

«Freschta, du bist jetzt alleine auf der Bühne und genau darüber singst du. Du schaffst das», lauten James Blunts motivierende Worte, kurz bevor Akbarzada loslegt. In einem gelben Oberteil steht sie mit geschlossenen Augen inmitten der Bühne. Als sie anfängt zu singen, ist alles um sie herum still. Die Jury sitzt reglos da und lauscht Akbarzadas Stimme.

Als die Kamera auf Jurymitglied Alice Merton schwenkt, blitzen Tränen in ihren Augen auf. Plötzlich wird es laut, Akbarzada singt die hohen Töne und die Zuschauer klatschen. Als der Auftritt beendet ist, steht Sido auf, nickt anerkennend und applaudiert, die Zuschauer tun es ihm gleich. «Das war ein mega Auftritt. Das kommt also raus, wenn man von James Blunt und Sido gecoacht wird», sagt der Moderator.

«Nein, das hat sie alles mitgebracht. Da mussten wir nicht viel machen», lautet Sidos Antwort. Wie die letzten Male ist die Jury auch diesmal hin und weg von Akbarzadas Auftritt: «Jedes Mal, wenn ich deine Stimme höre, verliebe ich mich ein bisschen mehr in dich», schwärmt Merton. Mark Forster findet, dass die Turgemerin von Anfang an zu den «krassesten, grössten und stärksten Stimmen dieses Jahr» gehört.

«Es wäre fatal, dich nicht ins Halbfinale zu lassen», sagt er. Jurymitglied Ray beschreibt die junge Sängerin als gesegnet und geht noch einen Schritt weiter, spricht bereits vom Finale. Selbst Akbarzadas Konkurrenten klatschen, obwohl sie vielleicht einem von ihnen den sogenannten «hot seat» klauen wird.

Dann muss Sido eine Entscheidung treffen. Schickt er für die 23-Jährige einen anderen Sänger oder eine andere Sängerin nach Hause? «Dein Auftritt war grossartig, deine Stimme ist grossartig, du bist die beste Sängerin in meinem Team. Du gehörst weiter in die Show.»

Ungläubig schaut sie sich um. Sie selbst habe nicht mit der Entscheidung gerechnet, sagt sie zur AZ: «Sidos Team war so stark, da ging es nur noch um Geschmack.» Akbarzada scheint Sidos Geschmack getroffen zu haben, denn sie ist im Halbfinale. Momentan ist die 23-Jährige in Berlin bei den Proben. Am Sonntag wird das Halbfinale ab 20.15 live auf Sat1 zu sehen sein. Dann entscheidet aber der Zuschauer, ob Akbarzada im Finale um den Titel kämpfen darf.

Meistgesehen

Artboard 1