Nicht nur die IG greift mit dem Kartengruss das Botta-Projekt frontal an. Jetzt haben sich auch das team, die SP, die Grünen und die Grünliberalen dazugesellt. Und mit dem Kartengruss positionieren sich die Absender deutlich: «Ja zu einem neuen Thermalbad – Nein zum überdimensionierten Bau» heisst ihre Forderung. Und dem Botta-Projekt wird auch die Qualität abgesprochen.

Im Zentrum der Kritik stehen der grosse Längsbau und der markante Wohnungsbau. Auf der Fotomontage sei das Projekt leicht verzogen und darum massstäblich kaum korrekt, heisst es bei der Abteilung Planung und Bau der Stadt. Es sei aber Tatsache, dass das Projekt gross und allein der schmale Riegel 85 Meter lang ist.

Die Kardinalfrage für die Opponenten lautet, ob die Bevölkerung Badens eine Grossüberbauung im Bäderquartier wolle. Die «übermässige Verkehrsbelastung» sowie die «unbekannten Investoren und das unbekannte Risiko für die Stadt» werden thematisiert.

Es gehe keineswegs um eine fundamentale Opposition, sagt Karin Bächli, SP-Einwohnerrätin und Mitglied der Begleitkommission. Vielmehr soll die Grösse jetzt auch öffentlich diskutiert werden. Man müsse dabei die Frage stellen, wie weit dieses grosse Volumen ins kleinräumige Bäderquartier passe. «Wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, erst im Einwohnerrat mit dieser Kritik zu kommen», fügt Bächli an.

Entrüstet zeigt sich FDP-Fraktionspräsident Lukas Breunig, ebenfalls Mitglied der Begleitkommission. Der Projektstand sei nicht mehr aktuell, die Montage mit der grauen Farbe sei tendenziös. Er zeigt sich enttäuscht darüber, dass die Linksparteien nun auf diesen Zug aufgesprungen seien, zumal die meisten der gemachten Andeutungen falsch seien. Breunig: «Es ist fatal, wenn nun gewisse politische Kreise versuchen, die Bauten im Bäderquartier bereits in der Projektphase abzuschiessen.» In den nächsten Wochen wird das Richtprojekt erwartet.