Spreitenbach

Frühlingserwachen auf dem Arche-Hof: «Ich kann schon ein Bibeli halten»

«Ihr müsst mit beiden Händen ein Vogelnäschtli formen», sagt Jelle Van der Zee zur Kinderschar, die ihn umlagert. «Und wenn Ihr das Bibeli im Näschtli habt, müsst Ihr einen Daumen sanft darüberlegen, sodass nur das Köpfli herausschaut.»

Auch ein kleines Mädchen mit rosa Nuggi hat sich in die Warteschlange gereiht. Van der Zee betrachtet ihre Hände und meint bedauernd: «Heute darfst Du es streicheln, nächstes Jahr dann halten.» Der Junge hinter ihr checkt seine Hände und stellt erleichtert fest: «Ich habe grosse Hände, ich kann ein Bibeli halten.» Aber nicht nur die drei Tage alten Bibeli durften die Kinder ganz nah erleben, auch Lämmer und ihre Muttertiere, Ziegen mit ihren Zicklein, Hühner und Gänse konnten bestaunt werden.

Besuch bei den Tieren

Bereits zum 7. Mal bietet der Arche-Hof Familien die Gelegenheit, Tiere auf dem Bauernhof zu besuchen. Jelle und Yvonne Van der Zee haben sich der ökologischen Landschaftspflege mit alten robusten Tierrassen verschrieben. So findet man etwa Spiegel-, Engadiner und Bündneroberländer Schafe sowie Walliser Landschafe auf dem Hof. Aber auch Stiefelgeissen, Schweizerhühner und Appenzeller Barthühner bevölkern die Arche. Jelle van der Zee: «Am Frühlingserwachen haben wir auch tierische Gäste – Spitzhühner und Gänse.»

So erstaunt denn nicht, dass am Frühlingserwachen jeweils 300 bis 400 Interessierte vorbeischauen.» Jelle Van der Zee ist am Tag der offenen Tür die Führungen verantwortlich, seine Frau Yvonne steht am Grill und bewirtet die Gäste. «Den Raclette-Ofen bedient unser Schafscherer. Den Sommer über ist er auf der Alp und macht unter anderem Raclette-Käse, den man heute probieren kann», sagt Yvonne Van der Zee. Davon wurde rege Gebrauch gemacht.

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