Baden

Fünf Einsprachen gegen Grossprojekt auf Brauerei-Areal

An der Dynamostrasse (hinten rechts) ist ein neues Gebäude geplant. Das Kesselhaus (vorne rechts) wird erhalten. (Visualisierung)

An der Dynamostrasse (hinten rechts) ist ein neues Gebäude geplant. Das Kesselhaus (vorne rechts) wird erhalten. (Visualisierung)

Beim Badener Bahnhof soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Bauherrschaft hofft trotz Widerstand auf einen Baustart Ende 2019.

Das Müllerbräu-Areal direkt neben dem Bahnhof Baden soll sich in den kommenden Jahren in einen modernen Stadtteil verwandeln. Bier gebraut wird hier zwar auch noch in Zukunft, doch weil die Produktion nur ein Drittel der rund 8000 Quadratmeter grossen Fläche beansprucht, hat die Brauerei gemeinsam mit der Erbengemeinschaft Burger ein Projekt zur besseren Nutzung der Parzelle lanciert. Es sollen fünf neue, mehrstöckige Bauten entstehen. Darin untergebracht werden unter anderem 145 Wohnungen für 250 Bewohner sowie neue Gewerbeflächen. Das Kesselhaus, das Malzsilo und das Sudhaus, die als historisch bedeutsam gelten, bleiben erhalten.

Einsprache wegen Schattenwurf

Anfang Jahr lag der Sondernutzungsplan öffentlich auf. Felix Meier, Geschäftsführer der Brauerei Müller: «Gegen unser Vorhaben gingen fünf Einsprachen ein, eine verhältnismässig tiefe Zahl. Die Einsprachen betreffen unter anderem die Höhe der Gebäude und die Schattenwürfe. Die Verhandlungen sind im Gang. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Fahrplan einhalten können und dass die Bagger Ende 2019 auffahren werden.» Meier sagt weiter zum Projekt: «Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten. Dass wir im Zentrum von Baden verdichtet bauen wollen, wird ebenso geschätzt wie die Tatsache, dass der Lastwagenverkehr rund um das Brauerei-Areal künftig abnehmen wird.» Dies, weil Logistik, Betrieb und Administration der Brauerei künftig nach Lupfig im Bezirk Brugg ausgelagert werden.

Das Zentrum des südlichen Bereichs des Areals wird der Biergarten bilden, der erhalten bleibt und durch den Bau einer Bierhalle ergänzt wird. Daneben wird ein Bau mit fünf Geschossen erstellt. Der Kohlenhof, durch dessen Passage im Erdgeschoss täglich Tausende Menschen in Richtung Bahnhof laufen, wird laut Plänen um vier Stockwerke erhöht. Seitlich neben dem Kohlenhof soll ein Gebäude mit sechs Geschossen und einer Fassadenhöhe von 20 Metern zu stehen kommen. Ein weiterer, ebenfalls 20 Meter hoher Bau mit sechs Geschossen wird den südlichen Arealbereich abschliessen.

Der nördliche Bereich wird auch in Zukunft mehrheitlich durch den Brauerei-Betrieb genutzt, zur Güterstrasse hin entsteht ein Gebäude mit 26 Metern Fassadenhöhe.

Erstellt wird ausserdem eine Tiefgarage mit Parkplätzen, allerdings in reduzierter Anzahl: Autoreduziertes Wohnen auf dem Brauerei-Areal war eine Forderung des Badener Einwohnerrates.

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