Killwangen

Für 6,15 Millionen wird das Schulhaus Zelgli um ein Chnödli erweitert

Gemeindeammann Alois Greber (links) wird vom Vizeammann Werner Scherer verabschiedet.

Gemeindeammann Alois Greber (links) wird vom Vizeammann Werner Scherer verabschiedet.

«Es freut mich ausserordentlich, dass wir dieses Geschäft noch in meiner Amtszeit erledigen können», sagte Gemeindeammann Alois Greber nachdem der Baukredit für das Schulhaus angenommen worden war. Er scheidet Ende Jahr aus der Exekutive aus.

Die Schulanlage Zelgli wird für 6,15 Millionen Franken erweitert. Die Gemeindeversammlung hat den Kredit mit sehr grossem Mehr zugestimmt. Nicht einmal eine Diskussion gab es. Dabei hatte Gemeinderat Jürg Lienberger das Traktandum mit den Worten eröffnet: «Geschätzte Damen und Herren, wir kommen zu einem emotionalen Thema.»

Doch diesmal war das Projekt so überzeugend, dass es keinerlei Kritik gab. Das erste Projekt für eine Schulhauserweiterung hatte im Juni 2012 von der Gemeindeversammlung keine Gnade gefunden. Darauf rollte der Gemeinderat das Planungsverfahren neu auf. Er wählte den Wettinger Architekten William Steinmann zum Bauherrenberater und betreute ihn mit der Durchführung eines Wettbewerbes.

Für Schülerzahl von 2020 ausgelegt

Zugleich wurde ein breit abgestützte Jury ernannt. Aus dem Verfahren ging das Projekt Chnödli der Soppelsa Architekten aus Zürich als Sieger hervor. Es ist, so Lienberger, für die mutmassliche Schülerzahl des Jahres 2020 ausgelegt. Das Projekt ist so konzipiert, dass es später um zwei Schulzimmer erweitert werden kann. Der einstöckige Verbindungstrakt dem bestehenden Bau und dem Neubau wird als Aula eingerichtet.

Weiter genehmigten die Stimmberechtigten 94 000 Franken für eine neue Elektrizitätsleitung zum Sennenberg und das Budget 2014. Es basiert auf einem gleich bleibenden Steuerfuss von 105 Prozent. Beide Entscheide fielen ebenfalls mit grossem Mehr.

Ammann hört nach 12 Amtsjahren auf

Zum Schluss verabschiedete Vizeammann Werner Scherer den scheidenden Gemeindeammann Alois Greber. Dieser hatte sich nach 12 Amtsjahren nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Die Versammlung verdankte Greber die Arbeit mit langem Applaus. Von den 1115 Stimmberechtigten waren 145 an die Gemeindeversammlung gekommen. Damit unterliegen alle Beschlüsse, ausgenommen die Einbürgerungen von insgesamt 6 Personen, dem fakultativen Referendum.

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