Baden
Fünf Kubikmeter Abfall: Schlossruine Stein wird massiv zugemüllt

Die Schlossruine Stein wird massiv mit Abfall zugemüllt. Jedes Wochenende lassen Besucher 5 Kubikmeter Abfall auf dem Badener Wahrzeichen liegen. Das schöne Frühlingswetter hat die «grusige» Entwicklung bisher nicht beeinflusst.

Corinne Rufli
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Auf dem Schloss Stein sieht es nach Trinkpartys nicht lauschig aus. zvg

Auf dem Schloss Stein sieht es nach Trinkpartys nicht lauschig aus. zvg

Das erste warme Frühlingswochenende in den Badener Gassen ist vorbei. Doch hat das schöne Wetter mehr nächtliche Trinkgelage und somit auch mehr Abfall ans Tageslicht gebracht?

Matthias Messerli, stellvertretender Leiter Werkhof Baden, beschwichtigt: «Letztes Wochenende war nicht schlimmer als andere, der gesammelte Abfall lag im Normalbereich.»

Pro Wochenende kommt etwa 5 Kubikmeter Abfall zusammen.

Saufgelage auf dem Schloss Stein

Schlimm hingegen war die Nacht vom 5. auf den 6. April (siehe Bild). «Auf dem Schloss Stein fand eine Trinkparty statt», so Messerli, «die unzähligen Bierflaschen deuten auf sehr viele ‹Gäste› hin». Oft werde der Abfall der durchzechten Nacht einfach über die Mauern geworfen.

Doch der Brennpunkt der Badener Ausgangsszene ist weniger lauschig als das Schloss Stein: Er befindet sich zwischen der tristen Unterführung Glas und dem Club Kiste. Die Unterführung verwandelt sich an den Wochenenden jeweils in ein Partylokal mit eher jüngerem Publikum.

Das Ergebnis dieser Nächte sieht man insbesondere am Samstagmorgen. 10 bis 12 Mitarbeiter des Werkhofs sind ab 6.30 Uhr damit beschäftigt, die Stadt von Bierflaschen, Aludosen, Verpackungen und Zigarettenstummel zu befreien. Urin und Erbrochenes bleiben aber noch länger riechbar.

«Littering ist ein Problem unserer Gesellschaft», so Messerli. «Viele denken, wenn man etwas wegschmeisst, putzt es ein anderer ja weg.»

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