Bellikon Niederrohrdorf Oberrohrdorf Remetschwil
Für 19,365 Millionen Franken wird am Rohrdorferberg ein Schulzentrum gebaut

Rund 340 Schülerinnen und Schüler sollen ab August 2015 im Oberstufenzentrum Rohrdorferberg unterrichtet werden. Die Gemeinden Bellikon, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil haben am Dienstag ihre Kreditanteile.

Dieter Minder
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Visualisierung der Zufahrt des künftigen Oberstufenzentrums in Niederrohrdorf

Visualisierung der Zufahrt des künftigen Oberstufenzentrums in Niederrohrdorf

«Wir planen eine moderne zeitgemässe Anlage mit 17 Klassenzimmer», sagte Gemeinderätin Martina Egger. Sie stellte das Vorhaben, dessen Kern die Schulanlage Hüslerberg bildet, der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Niederrohrdorf ausführlich vor. Zeitgleich fanden in Bellikon, Oberrohrdorf und Remetschwil ebenfalls ausserordentliche Gemeindeversammlungen statt. Die neue Anlage wird 17 Klassensimmer sowie Gruppenräume, Lernateliers, Arbeitsräume und die notwendige Infrastruktur aufweisen. Im Oberstufenzentrum sollen alle Oberstufenschüler der vier Verbandsgemeinden unterrichtet.

Thomas von Moos regte an, mehr als die vorgesehenen 17 Schulzimmer zu erstellen. Er begründete dies mit dem starken Bevölkerungswachstum und geringeren Mehrkosten. Analoge Vorstösse wurden in den drei anderen Gemeinden gemacht. Werner Rufli (FDP) warnte davon, einem solchen Ansinnen nach zu geben: «Das Projekt darf nicht mit weiteren Anträgen gefährdet werden.» Zu einem Antrag kam es aber nicht und so hiess die Versammlung den Kredit einstimmig gut. Ähnlich sind die Versammlungen in den drei anderen Gemeinden abgelaufen, die ihre Kreditanteile ebenfalls sehr deutlich genehmigten (siehe Box).

Als Trägerin der neuen Schule bilden die vier Gemeinden einen Verband. Deshalb mussten die Satzungen der bisherigen Kreisschule angepasst werden. Der Verband wird die ausgebaute Schulanlage betreiben. Künftig wird er durch einen Vorstand aus je 2 Mitgliedern pro Verbandsgemeinde geleitet. In den Satzungen wird auch stehen, dass die Vereine die Aula weiterhin kostenlos benutzen können. Die Satzungen wurden einstimmig angenommen. Ebenso einstimmig hiess die Versammlung den Vertrag zwischen der Gemeinde Niederrohrdorf und dem Gemeinverband zu. Über dieses Traktandum mussten nur die Niederrohrdorfer entscheiden. Das galt auch für die beiden weiteren Geschäfte: Bewilligt wurden 4,05 Millionen Franken für eine neue Turnhalle. Sie ist auf dem Nachbargrundstück der neuen Oberstufenschule erstellt. Dem Schulverband wird sie vermietet. 400 000 Franken genehmigte die Versammlung für die Sanierung des roten Sportplaztes. Nach rund einer Stunde konnte Gemeindeammann Gregor Naef die Versammlung schliessen, mit der Feststellung: «Niederrohrdorf ist immer wieder weitsichtig.»

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