Baden
Für 2,4 Millionen Franken: Terrassenbad soll saniert werden

Wasseraufbereitungs-Anlagen, Solarkollektoren und Hallenbad-Dach sind baufällig und bereits am Ende ihrer Lebensdauer.

Pirmin Kramer
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Das Badener Freibad wurde 1934 erbaut. Es zählt pro Jahr 100'000 Gäste.

Das Badener Freibad wurde 1934 erbaut. Es zählt pro Jahr 100'000 Gäste.

Carla Stampfli

Teile des Badener Terrassenbades, bestehend aus Hallenbad und Freibad, sollen noch dieses Jahr saniert werden: Diesen Vorschlag unterbreitet der Stadtrat dem Einwohnerrat. Der Baukredit beträgt 2,38 Millionen Franken. Abgestimmt wird im Stadtparlament Ende März.

Darum geht es: Sowohl das 1934 erstellte Freibad als auch das 1969 gebaute Hallenbad haben Mängel, die behoben werden müssen.

Beim Hallenbad ist es das Flachdach, das erneuert werden muss. Die Konstruktion sei am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, und es müsse damit gerechnet werden, dass das Dach jederzeit wieder undicht werden könne, heisst es in der Vorlage an den Einwohnerrat.

Geplant ist, das Dach komplett zu sanieren und gleichzeitig energetisch zu verbessern. Überdies sollen die Solarkollektoren auf dem Flachdach erneuert werden: Sie sorgen für Warmwasser vor allem für die Duschen.

Die Hälfte der bestehenden Solaranlage ist älterer Bauart, liefert nicht mehr genügend Wärme und wird ersetzt. Die weiteren Kollektoren werden demontiert, gereinigt und wieder aufgestellt, was ihre Effizienz steigern soll.

Im Freibad soll die Badewasseraufbereitung an die gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. Dies unter anderem, weil 2011 der Schwellenwert für die maximal zulässige Belastung durch Harnstoff geändert wurde.

Die Strategie der langfristigen Werterhaltung des Terrassenbades habe sich in der Vergangenheit bewährt, und man wolle daran festhalten, schreibt der Stadtrat. Denn die Gästezahlen seien hoch, pro Jahr zählt das Hallenbad 100 000 und das Freibad 90 000 Gäste.

Mit dem Umbau werden gleichzeitig vorgeschriebene Massnahmen aus dem kantonalen Energiegesetz umgesetzt. Die Stadt hat das Ziel, den Stromverbrauch der verwaltungseigenen Gebäude bis 2025 um einen Fünftel zu senken und den Anteil von nicht fossilen Energieträgern in der Wärmeversorgung um 50 Prozent zu erhöhen. Mit den geplanten Massnahmen im Terrassenbad könnte ein wesentlicher Anteil an die Erfüllung dieser Ziele geleistet werden.

Gibt der Einwohnerrat grünes Licht, soll die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten diesen Frühling erfolgen. Im Sommer würden die Sanierungsarbeiten des Flachdachs und im Herbst die Arbeiten an der Badewasseraufbereitung durchgeführt werden.