Wettingen/Baden
Für diesen 350-Tonnen-Schwertransport werden 122 Hindernisse beseitigt

Ein Schwertransport schlängelte sich nachts durch die Region. Zahlreiche Hindernisse mussten beseitigt werden.

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Schwertransport in Baden/Wettingen
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Schwertransport in Baden/Wettingen

ZVG

Wer sich in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2 Uhr auf der Hochbrücke in Baden befand, konnte Ungewöhnliches beobachten: Ein rund 57 Meter langer und 6 Meter breiter Transportkonvoi bahnte sich seinen Weg durch Wettingen, an der Hochbrücke in Baden vorbei und hinunter zum Kreisel Richtung Ennetbaden.

Es handelte sich dabei um einen Schwertransport, durchgeführt vom Transportunternehmen Welti-Furrer aus Windisch. Transportiert wurde ein Kompressor mit einem Eigengewicht von rund 225 Tonnen. Zusammen mit dem Zug- und den zwei Stossfahrzeugen rollten rund 350 Tonnen durch Wettingen und Ennetbaden.

«Ein solcher Transport ist logistisch gesehen eine grosse Herausforderung», sagt Alois Mosberger, Bereichsleiter Spezialtransport und Industrieumzüge bei Welti-Furrer. «Das Ganze musste nachts stattfinden, da wir in solchen Fällen auch die Gegenfahrbahn benutzen.» Ausserdem habe man zuerst 122 Hindernisse beseitigen müssen. So seien beispielsweise diverse Verkehrsteiler auf den Strasseninseln entfernt und anschliessend wieder angebracht worden. «Schwierig zu meistern sind auch Kreisel: Durch die Länge des Konvois kann dieser keine engen Kurven fahren.» Also fahre man möglichst gerade aus über die Spuren hinweg, erklärt Mosberger.

Der Konvoi startete Montagabend in Winterthur und fuhr über Landstrassen nach Basel, wo er am Dienstagmorgen um fünf Uhr ankam. Am Rheinhafen Basel wurde der Kompressor dann auf ein Binnenschiff verladen, später erfolgte der zweite Umschlag auf ein Seeschiff in Antwerpen. Der Kompressor wird im Verlaufe der nächsten Woche in Amerika erwartet.