Spreitenbach
Für Senioren wird jetzt das Stöckli geöffnet

Ab sofort können an der Unteren Dorfstrasse 2 in Spreitenbach Räume in der Alterswohngemeinschaft APH Stöckli gemietet werden. Vermieterin ist das Alters- und Pflegeheim im Brühl (APH), das mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle einnimmt.

Carolin Frei
Merken
Drucken
Teilen
Raphael de Riedmatten (l.), Heimleiter, Stefan Mayer, Hotellerieleiter, und Sandra Graf, Pflegedienstleiterin, im Garten des APH Stöckli.

Raphael de Riedmatten (l.), Heimleiter, Stefan Mayer, Hotellerieleiter, und Sandra Graf, Pflegedienstleiterin, im Garten des APH Stöckli.

CFR

«Der Vorstand und wir von der Leitungscrew haben die Gelegenheit genutzt, und das frei werdende Einfamilienhaus an der Unteren Dorfstrasse, das an unser Grundstück grenzt, gemietet», sagt Raphael de Riedmatten, Heimleiter des Alters- und Pflegeheims im Brühl. Die stets steigenden Kosten im Heimbereich und das neue Pflegegesetz würden fortlaufende Anpassungen erfordern. «Die Ideen dürfen einem Altersheim nie ausgehen», ist de Riedmatten überzeugt. Deshalb habe man sich für die Schaffung einer Alterswohngemeinschaft entschieden.

Rund-um-Service für Betagte

Das APH Stöckli bietet Platz für drei bis vier betagte Personen, die nicht pflegebedürftig sind, aber nicht mehr selber kochen oder putzen möchten. Die Bewohner werden durch den Mahlzeitenservice im Restaurant des Altersheims in Halb- oder Vollpension verköstigt. Auch die Reinigung der Wohnräume sowie die Kleider- und Bettwäsche wird durch das APH geleistet. Eine Telefonverbindung zum Altersheim gewährleistet, dass bei einem Notfall jemand erreichbar ist. «Wir organisieren den Transport zum Hausarzt oder rufen die Ambulanz», erklärt Sandra Graf, Pflegedienstleiterin. Eine Pflegefachperson ins APH Stöckli zu schicken, das ginge nicht, weil das Haus eine eigenständige Wohngemeinschaft sei. Wenn sich hingegen abzeichnet, dass ein WG-Bewohner pflegerische Leistungen benötigt, wird er durch die Pflegedienstleitung beraten. «Wir sitzen zusammen und suchen eine geeignete Lösung. Entweder kommt die Spitex zum Einsatz oder der Bewohner wechselt ins Heim, wo sein Eintritt prioritär behandelt wird», sagt Graf.

Als grossen Pluspunkt einer Alterswohngemeinschaft sieht Raphael de Riedmatten die soziale Anbindung. «Die WG-Bewohner dürfen an unserem Aktivierungsprogramm mitmachen, sie können sich zu einem Schwatz in der Cafeteria treffen oder unsere schönen Spazierwege nutzen.»

Und wer körperlich noch gut im Schuss sei, könne im Garten des Einfamilienhauses Hand anlegen, erklärt Stefan Mayer, zuständig für die Hotellerie und den technischen Dienst. Falls sich das Projekt APH Stöckli bewährt, könnte sich die Leitungscrew vorstellen, weitere WGs zu schaffen.