Spreitenbach
Fürs Budget 2014 rechnet Spreitenbach mit 16 Millionen von seinen Einwohner

Mit einem gleichbleibenden Steuerfuss kann sich die Einwohnergemeinde 2014 finanzieren. Die Umstellung auf das neue Rechnungsmodell HRM2 sorgt jedoch für einige Verlagerungen.

Dieter Minder
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Der Einwohnerrat Obersiggenthal hat das Budget 2014 genehmigt

Der Einwohnerrat Obersiggenthal hat das Budget 2014 genehmigt

Aargauer Zeitung

Mit einem Umsatz von 45,1 Millionen Franken liegt das Budget 2014 der Gemeinde im Bereich der Rechnung 2012, die mit 44,72 Millionen abschloss.

Bei weiteren Vergleichen mit der Rechnung 2012 mahnt der Spreitenbacher Finanzvorsteher, Vizeammann Stefan Nipp, zur Vorsicht, denn: «Das Budget wurde nach dem neu geltenden harmonisierten Rechnungsmodell 2 erstellt.» Um vergleichbare Werte zu erhalten, wurde die nach HRM1 erstellte Rechnung 2012 von der Finanzverwaltung auf HRM2 umgeschrieben.

Spreitenbach zählt auf Unternehmen

Bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 101 Prozent erwartet die Gemeinde 16 Millionen Franken von den natürlichen Personen. Das sind rund 800 000 Franken weniger als 2012. Dazu sollen noch 900 000 Franken Quellensteuern kommen. Die Aktiensteuern sind auf 5,8 Millionen Franken veranschlagt, ebenfalls rund 800 000 Franken weniger als 2012. «Spreitenbach lebt zu einem grossen Teil von den Aktiensteuern», sagt Nipp. Zahlreiche Unternehmen, darunter nationale Konzerne, haben ihren Sitz in der Gemeinde.

Ebenfalls im Bereich des Vorjahres bleiben die Grundstückgewinnsteuern von 200 000 Franken. Das zeigt, dass rege Grundstücke gehandelt und später überbaut werden. Auf einen Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich muss Spreitenbach im kommenden Jahr verzichten.

Innerhalb des Budgets hat es durch den Wechsel von HRM1 auf HRM2 Veränderungen gegeben. So werden die Abschreibungen nicht mehr unter Finanzen verbucht, sondern in den einzelnen Abteilungen wie Bildung, Soziale Sicherheit oder Umweltschutz und Raumordnung. Da zugleich das Abschreibungsmodell geändert wurde, ergaben sich Abschreibungen von 2,4 Millionen Franken.

Dies hätte der Gemeinde einen grossen Verlust gebracht. Der Kanton erlaubt deshalb, dass in den Übergangsjahren zum neuen Rechnungsmodell die Abschreibungen teilweise über die Aufwertungsreserven ausgeglichen werden. Damit verbleiben im Budget noch Abschreibungen von 527 000 Franken.

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