Talk im Trafo
«Fürst, Europäer, Tscheche – und Schweizer von Geburt»

Der ehemalige tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg erntete grossen Applaus für sein Europa-Referat im Badener Trafo.

Fabian Hägler
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Vor gut 700 Zuhörern im Badener Trafo referierte der ehemalige tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg zur Situation von Europa und der EU.
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Talk im Trafo
Gebannt hört das Publikum Karel Schwarzenberg zu.
Der HSG-Professor und die beiden Gastgeber: Günter Müller- Stewens, Andreas Binder, Peter Wanner.
Kommunikationsberater und Politexperte Iwan Rickenbacher mit Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident bei Tamedia.
Karel Schwarzenberg mit Christine Hehli Hidber, Partnerin Binder Rechtsanwälte.
Peter Blöchlinger (mit Suzanne) möchte mit dem Grand Casino Baden ins Palais Schwarzenberg in Wien expandieren.
Thomas Pfisterer (FDP) mit Gattin Silvia,
Nationalrat Gerhard Pfister mit Ehefrau Franziska.
AKB-CEO Rudolf Dellenbach und Silvio Bircher (SP).
Thierry Burkart, Roger Huber, Peter Beyeler (alle FDP) mit Staatsschreiber Peter Grünenfelder.
SDA-Chefredaktor Bernard Maissen, Filmerin Yvonne Apiyo Brändle-Amolo, WEMF-Forschungsleiter Harald Amschler.
Wetten, dass sie schon in Tschechien waren?Reiseunternehmer Werner Twerenbold mit Gattin Nazly.

Vor gut 700 Zuhörern im Badener Trafo referierte der ehemalige tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg zur Situation von Europa und der EU.

Alex Spichale

Zuerst waren in der vollen Trafo-Halle weder Referent Karel Schwarzenberg noch die zwei Gastgeber Andreas Binder (Binder Rechtsanwälte) oder Peter Wanner (AZ Medien) zu hören. Eingespielt wurde eine Ansprache von Winston Churchill, der sich schon 1946 bei einem Auftritt an der Uni Zürich für ein geeintes Europa aussprach.

Karel Schwarzenberg war damals neunjährig, heute ist er 77 – ein elder statesman, der sein Referat sitzend und ohne Manuskript hielt. «Wir begrüssen einen Fürsten, einen Europäer, einen Tschechen und einen Schweizer von Geburt», sagte Andreas Binder.

Tatsächlich wurde der Familie Schwarzenberg bereits im 16. Jahrhundert das Zürcher Bürgerrecht verliehen. Schwarzenberg forderte, Europa müsse seine Verteidigungsausgaben erhöhen, in Wissenschaft und Forschung wieder top werden und wirtschaftliche Reformen umsetzen.

Von AZ-Verleger Peter Wanner auf die Rolle der Schweiz in Europa angesprochen, sagte der ehemalige tschechische Aussenminister: «Eine Portion gesunden Schweizer Denkens würde in Brüssel nicht schaden.» Politikexperte Iwan Rickenbacher wertete das Referat als «kraftvolles Plädoyer für eine gemeinsame Haltung der EU in Sicherheits-, Integrations- und Aussenpolitik».

Beim anschliessenden Stehdinner zeigte sich, dass es auch Berührungspunkte zwischen Karel Schwarzenberg und Baden gibt. So hofft Peter Blöchlinger, mit dem Grand Casino Baden dereinst ins Palais Schwarzenberg in Wien zu expandieren.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel zu Karl Schwarzenbergs Referat im Trafo hier.

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