Fussballstadion Esp, vergangenen Samstag: Mit Zug stürmt die italienische Mannschaft aufs gegnerische Tor zu, doch die Schweizer Verteidigung hält stand. Ein Spieler wagt sich in den Zweikampf, gewinnt den Ball und führt nun seinerseits eine Offensive durch. Keuchend und im Sprint die Arme vor- und zurückreissend überquert er das Feld, täuscht rechts an, zieht links an der Verteidigung vorbei und schiesst. Tor! Freudig reisst Vujo Gavric die Arme in die Luft – allerdings nicht daheim vor dem Fernseher, sondern als Torschütze auf dem Spielfeld.

Team aus CH-Promis

An der «Futebol Total»-Meisterschaft des Schweizer Radio SRF vergangenen Samstag traten drei Mannschaften im Badener Sportstadion Esp gegeneinander an: Die deutschen und italienischen Teams, deren Spieler alle SRF3-Hörer mit einem deutschen beziehungsweise italienischen Pass waren, und die Schweizer, deren Team sich aus Schweizer Promis zusammensetzte – unter anderen machten Sänger Baschi, Moderatorin Mona Vetsch und «Bachelor» Vujo Gavric ihre Aufwartung im Tenue der schweizerischen Mannschaft.

In drei Ausscheidungsspielen und dem Finale (das schliesslich die Schweizer für sich entscheiden konnten) wurde vor praktisch vollen Rängen motiviert gespielt, und selbst die von Schauern begleiteten Wetterwechsel vermochten es nicht, das Spiel zu trüben – begeistert feuerte das Publikum mit Sprechchören beide Seiten an. Trotz Ehrgeiz der Teilnehmenden wurde jedoch praktisch nie gefoult, «Fairplay» wurde grossgeschrieben. Die Mannschaften orientierten sich dabei merklich an ihren grossen Vorbildern. So bevorzugten die Deutschen einen kühleren, konzentrierten Fussball, während die Italiener sehr trickreich spielten und hin und wieder Dribblings und Hakenpässe einbauten.

Starke Offensive

Und auch ähnlich wie an der «richtigen» Weltmeisterschaft setzten die Schweizer auf eine starke Offensive, die mit der Sturmspitze Baschi-Gavric-Blumenthal immer wieder für Tore sorgte. «Ohne den Vujo hätten sie wohl schon mehr Probleme gehabt, doch die richtige Nati ist auch von Shaqiri abhängig, also passt das schon», meinte so auch eine Zuschauerin grinsend zum starken Offensivspiel der Schweizer.