Tomaten oder Radieschen statt Tulpen und Hortensien – dafür setzt sich das Projekt «Garten jeden» ein. Dabei sollen Interessierte aus der Bevölkerung anstelle von Zierpflanzen in Hochbeeten Nutzpflanzen setzen. Diese werden von den Projektteilnehmern gepflegt und wenn die Pflanzen erntereif sind, dürfen sich alle bedienen. «Es ist ein Mitmach-Gartenprojekt für die ganze Bevölkerung», erklärt Bastian Moser von der Abteilung Kinder, Jugend, Familie Baden.

Entwickelt hat das Konzept die Jugendarbeit Wettingen. Die Fachstelle Jugendarbeit Baden hat das Konzept übernommen und führt das Gartenprojekt jetzt zum zweiten Mal durch. Nun werden Paten für die geplanten Hochbeete gesucht. Diese sollen sich mindestens ein Jahr um die Beete kümmern. Beteiligen können sich Personen aus den Gemeinden Baden, Ennetbaden, Ehrendingen, Ober- und Untersiggenthal, Turgi sowie Würenlos. Wobei nicht nur Privatpersonen Paten werden können, sondern auch Institutionen, Vereine und Schulen.

Zuerst werden die Standorte und Mischkulturen für das Hochbeet zusammen mit der Jugendarbeit und den Gemeinden festgelegt. «Dabei müssen die Beete öffentlich zugänglich sein», erklärt Moser. Danach werden die Beete gemeinsam im Rahmen einer Veranstaltung zwischen den Frühlingsferien und Auffahrt bepflanzt. Anschliessend transportieren die Paten die Hochbeete an ihre Standorte. Jedes der Beete wird zudem mit einer Infotafel über das Gewächs ausgestattet. Darauf befindet sich auch ein QR-Code, dieser kann mit dem Handy gescannt werden und zeigt den Standort der anderen Hochbeete sowie deren Inhalt an.

Ist eine der Kulturen reif für die Ernte, darf sich jeder nach Lust und Laune bedienen. Bleibt noch Zeit für eine weitere Kultur, bringen Jugendliche, im Rahmen der Taschengeldbörse «jobs4teens», neue Setzlinge zu den Paten. Bei dieser Aktion können sich die Teenager ein kleines Taschengeld dazu verdienen. «Pflanzen, die aber noch einmal tragen, werden natürlich nicht ersetzt, das Projekt soll möglichst ökologisch sein», sagt Moser. Finanziert wird «Garten jeden» von der Fachstelle für Jugendarbeit Region Baden. Moser: «Ziel ist es, das Verständnis für die Natur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.»