Baden
Gartenbeizen zahlen für die Aussennutzung auch 2021 keine Gebühren

Die Stadt Baden will auch in diesem Jahr zum «mediterranen Lebensgefühl» beitragen und lässt sich dafür 150'000 Franken an Gebühren entgehen.

David Rutschmann
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Reges Nachtleben vor der Time Bar beim Stadtturm im Mai 2020.

Reges Nachtleben vor der Time Bar beim Stadtturm im Mai 2020.

Alex Spichale

2020 galten «dank Corona» andere Regeln für die Restaurantbetreiber als zuvor: Sie durften mehr Tische und Stühle draussen aufstellen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Das rege Nachtleben, das mediterran anmutete, ist gut in Erinnerung geblieben.

Jetzt hat der Badener Stadtrat entschieden, dass er 2021 gleich verfahren will. Er erlässt also die Bearbeitungs- und Nutzungsgebühren, die für die Gastronomen eigentlich anfallen würden. Rund 150'000 Franken sind das, welche der Stadt so an Gebühren entgehen.

Ein Preis, welcher der Stadtrat offenbar bereit ist zu zahlen. In einer Medienmitteilung wird darauf hingewiesen, dass die von Coronamassnahmen und Lockdown geprägte Situation für Gastronomiebetriebe und Gewerbetreibende anhaltend schwer ist. «Ohne Korrekturen» würde sich die mittelfristige Lage nicht erleichtern», heisst es.

Ab 2022 gelten wieder die normalen Gebührensätze

Der Stadtrat will also die liberale Haltung aus dem letzten Jahr beibehalten – sie war Teil des Millionenhilfspakets zur Unterstützung von Betrieben in der Coronakrise. Konkret heisst das: Auch 2021 wird die Stadt keine Gebühren für die Benützung öffentlichen Grundes durch Gartenwirtschaften sowie für sogenannte «Kundenstopper» verlangen. 2022 allerdings gelten wieder die «vor der Pandemie bewilligten Flächen, angewendeten Normen und Gebührensätze».

Im November hat der Stadtrat mit dem Vorschlag auf sich aufmerksam gemacht, dass er die Öffnungszeiten von Gartenwirtschaften von derzeit 24 auf 2 Uhr nachts ausweiten will. «Durch die Verlängerung der Öffnungszeiten wollen wir der Gesellschaft mehr Zeit zur Verfügung stellen, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten», sagte Sicherheitsvorsteher Matthias Gotter damals zur AZ.