Baden

GE sorgt für neuen Stellen-Schock – diese Erwartungen hat Stadtammann Schneider an den Konzern

Das amerikanische Unternehmen General Electric (GE) will in Baden 84 Stellen abbauen. (Archivbild)

Das amerikanische Unternehmen General Electric (GE) will in Baden 84 Stellen abbauen. (Archivbild)

Der US-Konzern General Electric überrascht mit einem erneuten Stellenabbau. Diesmal soll Baden betroffen sein.

General Electric überraschte am Dienstagmorgen seine Mitarbeitenden in Baden mit einer Hiobsbotschaft. 84 Stellen in der Gas-Sparte sollen gestrichen werden. Betroffen sei primär Baden. Das Konsultationsverfahren ist eingeleitet worden. Der Entscheid über die definitive Zahl der gestrichenen Stellen soll gegen Ende Jahr vorliegen. 

GE begründet die Pläne mit dem Energiemarkt. Zwar habe GE Gas Power in den Jahren 2019 und 2020 substanzielle Fortschritte bei der Stabilisierung seines Geschäftsbereiches erzielt. Doch der Vorschlag des Stellenabbaus sei notwendig, "um die Wettbewerbsfähigkeit in einem immer anspruchsvolleren Industrieumfeld weiter zu verbessern und sicherzustellen, dass GE Gas Power auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse bestmöglich reagieren kann.» Baden und Birr sollen «sehr wichtige Standorte» bleiben. Sie beherbergen mehrere weltweite Innovationszentren.  

"Beschäftigte haben Nase voll"

Die Reaktionen von Arbeitnehmerseite sind harsch. "Das Vorgehen von GE ist unseriös und empörend", schreibt die Gewerkschaft Syna in einer Mitteilung. "Die Beschäftigten haben die Nase voll von dieser unwürdigen, schrittweisen Zerstörung der Produktionskapazitäten von GE in der Schweiz."

Arbeit Aargau, Dachverband der Arbeitnehmervertreter im Kanton, schreibt: "GE muss endlich Verantwortung übernehmen und darf ihre Fehler nicht ständig auf dem Rücken der Arbeitnehmenden austragen." GE müsse die Stellenabbau zurücknehmen, fordert der Dachverband. 

Überrascht worden ist Badens Stadtammann Markus Schneider heute nicht von der Hiobsbotschaft. «General Electric hat uns informiert», sagt er.

Stadtammann bedauert Stellenabbau

«Im Grundsatz bedauern wir jeden Stellenabbau», hält er fest. «Wir erwarten, dass GE die Zahl so weit wie möglich reduziert.» Er erwarte zudem, dass GE für die Mitarbeitenden möglichst grosszügige Lösungen findet und sie wenn möglich in einem anderen Bereich in Baden platziere. «GE ist immer noch ein grosser Arbeitgeber in Baden. Es ist für uns wichtig, dass das Unternehmen am Standort festhält.»

GE gehöre, wie der Konzern der AZ schreibt, mit aktuell 2300 Mitarbeitenden auch in Zukunft zu den grössten Arbeitgebern im Kanton Aargau. 

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