Gebenstorf
Acht Jahre nach Bau: Die Mehrzweckhalle Brühl muss saniert werden

In der 13,3 Millionen Franken teuren Halle muss der Boden im Foyer ausgetauscht und die Treppe repariert werden – wegen Vandalismus soll zudem eine automatische Schliessanlage installiert werden.

Claudia Laube
Drucken
Teilen
Die Mehrzweckhalle Brühl wird seit ihrer Einweihung auch von Vereinen rege genutzt.

Die Mehrzweckhalle Brühl wird seit ihrer Einweihung auch von Vereinen rege genutzt.

Valentin Hehli (5.11.2021)

Vor rund acht Jahren ist die Gebenstorfer Mehrzweckhalle in der Schulanlage Brühl eingeweiht worden. Sie ersetzte die 1970 erbaute Turnhalle Brühl und die damals mehr als 100-jährige Turnhalle beim Kreisel an der Landstrasse, die inzwischen abgerissen wurde.

Der Neubau der Mehrzweckhalle kostete die Gemeinde 13,3 Millionen Franken. Dennoch müssen nun bereits erste Sanierungsarbeiten vorgenommen werden: Der Holzboden im Innenhof der Mehrzweckhalle muss durch einen neuen Belag ausgetauscht werden. Auch die Treppenstufen zwischen Erd- und Untergeschoss, die durch den Transport von schwerem Material stark litten, müssen saniert werden.

Ausserdem soll, um Vandalismus vorzubeugen, bei der Haupteingangstüre zusätzlich eine automatische Schliessanlage eingebaut werden. In der Vergangenheit war vorgekommen, dass die Türe am Abend nicht richtig geschlossen worden war und deshalb «unbefugte Personen in die Halle eingedrungen sind und mutwillige Beschädigungen verursachten», wie dem Bericht zur Gemeindeversammlung vom 25. November zu entnehmen ist.

Die starke Abnutzung des Bodens in nur wenigen Jahren habe aber nichts mit dem automatischen Schloss zu tun, sagt Gemeindeammann Fabian Keller (Mitte):

«Wir haben beim Bau von Anfang an stark auf die Kosten geschaut, auch beim Holzboden.»

Der begehbare Boden im Foyer sei von Beginn an stark der Witterung ausgesetzt gewesen und habe dieser offensichtlich nicht lange standgehalten.

Gebenstorfs Gemeindeammann Fabian Keller (Mitte).

Gebenstorfs Gemeindeammann Fabian Keller (Mitte).

zvg

Die Halle wird rege genutzt, nicht nur von Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern, sondern auch von vielen Vereinen. Was zu einem weiteren Problem führte: «Zu viele Personen haben einen Schlüssel und nicht immer wurde sorgfältig abgeschlossen», sagt Keller.

Das soll sich mit dem neuen elektronischen System ändern: Damit könne bei Bedarf die Tür nach einer gewissen Zeit automatisch geschlossen werden. Zudem könne nachträglich auch eruiert werden, wer auf- und zuschliesst, so Keller. Eine andere Möglichkeit bestehe nicht, um das Problem in den Griff zu bekommen. Im Grunde handle es sich aber um eine Vereinheitlichung mit dem im vergangenen Jahr eingeweihten Schulhaus Brühl 3.

Schimmel wegen undichten Dächern

Kostenpunkt für die Sanierung der Mehrzweckhalle: 72’000 Franken. Das ist aber nur ein Teilbetrag des Kredits über insgesamt 395’000 Franken, welcher der Gmeind vorgelegt wird. Weitere Sanierungsarbeiten sollen zeitgleich auch bei den älteren Schulhäusern Brühl 1 und 2 erfolgen. Deren Dächer sind an verschiedenen Stellen undicht, insbesondere aber das Dach beim 1997 erstellten Brühl 2. Die dort geplante Sanierung schlägt mit 226’000 Franken zu Buche.

Seit 2020 waren vereinzelt Reparaturen durchgeführt worden, doch sie führten nicht zum gewünschten Ziel: «Es sind weiterhin Wassereintritte sichtbar. Gleichzeitig hat sich in verschiedenen Räumen Schimmel gebildet», erfährt man im Bericht zur Gmeind weiter. Dabei seien aber nicht die Schulzimmer gemeint, erklärt Keller. «Die Feuchtigkeit sammelt sich insbesondere in den Leitungsschächten, dort, wo sich Kabel und Rohre befinden.»

Weil die bisherigen Reparaturversuche erfolglos blieben und nur wiederkehrende Kosten verursachten, dränge sich eine Gesamtsanierung auf. Auch die beiden Vordächer von Brühl 1 und 2 sollen erneuert werden. Vorgesehen ist, mit den Arbeiten an den Schulhäusern und der Mehrzweckhalle im Frühling zu beginnen.

Aktuelle Nachrichten