In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kostete eine bis dahin unvorstellbare Orgie von Gewalt, Tod und Zerstörung 1500 jüdische Menschen in Deutschland das Leben. Über 30 000 jüdische Männer wurden verhaftet, zahllose jüdische Frauen misshandelt und vergewaltigt, über 1400 Synagogen und bis zu 7500 jüdische Geschäfte zerstört. Die Novemberpogrome löschten die jüdische Kultur in Deutschland weitestgehend aus.

Dieser Katastrophe gedenken auch die Juden in der Schweiz und in Baden. Mehrere Synagogen wurden am Donnerstagabend beleuchtet, auch diejenige in Baden. Am Sonntag um 17 Uhr findet in der Synagoge zudem eine Gedenkfeier statt. Nach einer musikalischen Einstimmung vom Ensemble Carotté erinnern sich Helen Pirktl und Rosmarie Keller an den Zweiten Weltkrieg, ehe sich Lara Siebenhaar und Urs Urech Gedanken zur aktuellen Situation machen. Um 17.45 Uhr erfolgt dann der musikalische Ausklang. (az)