Bernhard Graser von der Kantonspolizei bestätigt Recherchen der az Aargauer Zeitung: «Es sind Anzeigen bei uns eingegangen wegen zwei gefälschten Banknoten, mit denen am Badener Stadtfest in Beizen bezahlt wurde.» Als die Beizenbetreiber den Gewinn Ende August auf der Raiffeisenbank Wettingen beziehungsweise der Poststelle in Baden einbezahlen wollten, seien die Fälschungen aufgeflogen, erzählt Graser.

Betrüger machten Fotokopien

Je eine weitere identische, gefälschte 50er-Note sei im August im Schwimmbadkiosk in Bad Zurzach und bei einem Vereinskassier in Bergdietikon aufgetaucht, erklärt Graser. «Es ist gut möglich, dass noch weitere dieser gefälschten Noten im Umlauf sind.» Zu den fraglichen Banknoten konnte Graser keine Details nennen. Die meisten Fälschungen erkenne oder ertaste man aber sofort. «Die Sicherheitsmerkmale – so etwa die Hologramme oder Wasserzeichen – sind nicht so leicht zu fälschen.» Martin Zulauf von der Stadtpolizei Baden ergänzt: «Es waren ganz offensichtlich Fotokopien, mit denen bezahlt wurde.» Die «Blüten», die in den letzten Wochen entdeckt wurden, tragen alle die identische Banknotennummer.

Die Chance, dass die Geldfälscher ermittelt werden könnten, erachte er als eher klein, sagt Bernhard Graser. «Je weniger Falschgeld ausgegeben wird, desto schwieriger ist es, den Fälscher zu finden.» Im aktuellen Fall gehe er nicht davon aus, dass eine grosse Anzahl 50er-Noten im Umlauf sei.

Es gebe fast bei jedem Grossanlass Versuche, mit gefälschten Noten zu bezahlen, sagt Graser: «An Veranstaltungen wie dem Stadtfest arbeiten viele Aushilfen, die in Stressmomenten das Geld nicht genau anschauen.»