Niederrohrdorf
Geheimnis gelüftet: Die Credit Suisse kauft Grundstücke

Die Immo Egro AG hat Grundstücke und Baufelder mit Wohnungen auf dem Egro-Areal verkauft. Käuferin ist die Credit Suisse Fonds AG. Für die Gemeinde ist der Verkauf von Bedeutung.

Erna Jonsdottir
Merken
Drucken
Teilen
Hans Gattlen, Geschäftsführer Egro Immo AG: «Ich bin erleichtert, dass das Geschäft unter Dach und Fach ist.» (Archiv)

Hans Gattlen, Geschäftsführer Egro Immo AG: «Ich bin erleichtert, dass das Geschäft unter Dach und Fach ist.» (Archiv)

Walter Schwager

Lange Zeit hat Unsicherheit darüber geherrscht, wie es um die geplanten 80 Wohnungen auf dem Egro-Areal steht. Sicher war nur, dass die Egro Immo AG die vier Baufelder 5, 6, 7 und 9 mit insgesamt 80 geplanten Wohnungen abstossen will. Drei der vier Bauvorhaben hatte der Gemeinderat bewilligt.

«Die ausstehende Baubewilligung der Gemeinde für den Umbau des Gründerbaus in acht Loftwohnungen erschwert die Verhandlungen mit dem Investor», sagte Hans Gattlen, Geschäftsführer der Egro Immo AG, gegenüber der az im Oktober 2014. Mit wem er verhandelt, wollte Gattlen nicht preisgeben. Kurze Zeit später gab die Gemeinde grünes Licht für dieses Bauvorhaben.

Jetzt lüftet Gattlen das Geheimnis um den Investor: «Diese Woche hat die Credit Suisse Fonds AG die Kaufverträge für die Baufelder 5, 6, 7 und 9 unterschrieben. Generalunternehmer ist die Firma MLG aus Bern.»

Gattlen, der jahrelang mit den Projekten auf diesen Baufeldern beschäftigt war, ist erleichtert, dass das Geschäft unter Dach und Fach ist. Denn die Verhandlungen waren aufgrund der Baubewilligungen ein Wettlauf mit der Zeit. Konkret: Im Oktober 2014 bewilligte der Gemeinderat zwar das letzte Bauvorhaben mit Wohnungen.

Im August 2015 wäre jedoch die Baubewilligung für das Wohn- und Gewerbehaus am Weiherweg abgelaufen. Und genau dieses Projekt war eine Zangengeburt, da es diverse Einsprachen gegen das Projekt auf der ehemaligen Egro-Deponie gab.

Industriehalle bewilligt

Nachdem jetzt alle Baufelder mit Wohneinheiten verkauft sind, sucht die Egro Immo AG einen Käufer für die geplante Industriehalle auf dem Baufeld 1. Eigentlich wollte die Egro die Halle für sich selbst realisieren. Doch dann änderte die Firma ihre Strategie: Weil ein Teil der Parzelle mit Altlasten kontaminiert ist, wurde der dreckige vom sauberen Teil getrennt und die Halle verkleinert. Für diese liegt laut Gattlen nun eine Baubewilligung vor. «Der Bau wird aber nur realisiert, wenn ein Käufer oder langfristiger Mieter gefunden werden kann», sagt er.

Nichtsdestotrotz – für die Gemeinde Niederrohrdorf ist der Verkauf dieser Parzellen von Bedeutung. «Wie die az berichtet hat, wird die Gemeinde laut Prognosen bis ins Jahr 2020 um 630 Personen von 3660 auf 4290 Personen wachsen. Dies gelingt nur, sofern alle geplanten Vorhaben zustande kommen. Es erstaunt deshalb nicht, dass sich Gemeindeammann Gregor Naef über diese überraschende Nachricht der Egro Immo freut.