«Der Vorstand war sich einig, dass das Geld einer Wettinger Institution gespendet werden soll», sagt Stefan Käufeler, letzter Präsident des Verkehrsvereins Wettingen (VVW). An der letzten GV des 2014 aufgelösten Vereins wurde einstimmig beschlossen, das Restvermögen dem Kinderheim Klösterli in Wettingen zu vermachen.

Kürzlich wurde der Scheck über 10 000 Franken Stiftungsratspräsidentin Christine Hösli übergeben. «Wir möchten uns ganz herzlich für diesen grosszügigen, finanziellen Zustupf bedanken. Damit werden wir unseren 43 Kindern einen unvergesslichen Tag im Freizeitpark Rust ermöglichen können», sagt Hösli erfreut. Solche Ausflüge könne sich die Institution sonst nicht leisten, betont Hösli.

Fronarbeit der Vereine

Fast ein halbes Jahrhundert hat sich der Verkehrsverein Wettingen dafür eingesetzt, Einwohnern und Besuchern spezielle Momente zu bieten. So wurde etwa die erste Limmatüberquerung mit einem Tag am Wasser ins Leben gerufen.

Ein Anlass, der zu einem vollen Erfolg wurde – auch dank der sieben Vereine, die mit Fronarbeit zum guten Gelingen beigetragen hatten. «Das war eine logistische Meisterleistung», erinnert sich Hansruedi Budinsky, letzter Geschäftsführer des VVW.

Aber auch die Stern- und Goldgräberwanderungen dürften bei vielen Wettingern für unvergessliche Momente gesorgt haben. «Unvergesslich für mich die 1.-August-Feier, die wir zusammen mit Wettinger Künstlern und Kunsthandwerkern in Altdorf bestritten. Rund ums Tell-Denkmal herum durften wir unsere Stände aufstellen», sagt Käufeler.

Ein weiteres Highlight waren die Ausflüge in die Berge. Im Vorfeld hatten die jeweiligen Delegationen Gelegenheit, ihre Region vorzustellen. Das Motto lautete etwa «Savognin grüsst Wettingen».

Danach wurden alle interessierten Wettinger mit Bussen oder Extrazügen in die Gastregion gefahren. «Die Ausflüge waren immer sehr gut besucht», sagt Budinsky.

Viel Herzblut und Erinnerungen

Dem Vorstand des VVW fällt es somit nicht schwer, viele schöne Erinnerungen an die letzten 45 Jahre mitzunehmen. Die Mitglieder waren über all die Jahre mit viel Herzblut dabei.

Doch als die Gemeinde Wettingen eine Standortförderung einrichtete, war es dem VVW klar, dass es diesen nicht mehr lange brauchte. «Die Übergabe der Geschäftsunterlagen an die Standortförderung ging 2014 reibungslos und fair für beide Seiten über die Bühne», betont Budinsky.

Seitens des Vorstands habe weder Groll noch Wehmut mitgeschwungen. Man habe die Aufgaben immer gerne wahrgenommen, sei aber auch gerne bereit gewesen, etwas Neuem Platz zu machen. Mit der Checkübergabe ans Kinderheim Klösterli wurde eine Ära feierlich beendet.