Gebenstorf
Gemeinde kauft Bunker und Geländesperre

Die Gemeinde Gebenstorf erwirbt drei weitere militärische Anlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Für symbolische 485 Franken erstand man einen Bunker, ein Waldstück und eine Geländesperre.

Nadine Böni
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Für einen symbolischen Preis von 485 Franken hat die Gemeinde Gebenstorf einen Bunker an der Limmatstrasse (gegenüber dem Restaurant zur Brücke), ein Wiesen- und Waldstück im Gebiet «Erli» sowie eine Geländesperre an der Oberdorfstrasse gekauft.

Die drei militärischen Objekte seien «eine weitere Ergänzung zu den militärischen Anlagen, die bereits im Besitz von Gebenstorf sind», sagt Gemeindeschreiber Stefan Gloor. Dies sind mittlerweile über 30 Objekte; unter anderem Bunker, Panzersperren, Beobachtungsposten sowie Waffen- und Unterstände. Sie alle gehören zur Verteidigungslinie «Limmatstellung», die General Henri Guisan im Zweiten Weltkrieg zum Schutz gegen eine Invasion Deutschlands aufstellen liess.

Objekte werden wohl restauriert

Die Nutzung der neu erworbenen Objekte ist noch offen. Veränderungen an den Objekten oder eine Umnutzung seien vertraglich untersagt, sagt Gloor. Auch ein Weiterverkauf sei nicht möglich.

Zu einem momentan noch nicht bekannten Zeitpunkt würden die Objekte wohl restauriert, sagt Gloor weiter. Diese Aufgabe übernehme voraussichtlich Walter Killer, der schon einen grossen Teil der anderen militärischen Objekte im Besitz von Gebenstorf, restauriert hat und seither im Dorf auch als «Bunkerkommandant» bekannt ist.

Möglich sei, dass die Objekte dereinst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden, sagt Gloor. So, wie es bereits im vergangenen Jahr geschah: Die Kulturkommission hatte im August 2010 zur Besichtigung der restaurierten militärischen Anlagen geladen.

Kulturerbe und Erinnerung

Mit dem Kauf übernimmt Gebenstorf den Unterhalt für die Objekte. Einen eigentlichen Gegenwert dafür erhalte die Gemeinde nicht, sagt Gloor. Der Gegenwert befinde sich eher auf emotionaler Ebene: Ziel der Gemeinde ist es deshalb, die Zeitzeugen für die Zukunft zu erhalten. «Die Objekte sind ein Kulturerbe, gerade für kommende Generationen und eine Erinnerung für die älteren Leute.»

Vergleichbar mit dem «Legionärspfad» in Windisch wolle Gebenstorf sein historisches Erbe erhalten, «damit auch zukünftigen Generationen gezeigt werden kann, wie es damals war», so Gloor.

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