Ennetbaden
Gemeinde verwirft umstrittenes Verbot für Terrassenhäuser – Einschränkungen gibt es trotzdem

Die einen finden sie hässlich, die anderen finden es schlicht falsch, einen bestimmten Haustyp einfach zu verbieten. Das Traktandum über das Verbot von Terrassenhäuser verfolgten gestern Donnerstag rund 350 Ennetbadener – und verwarfen die Vorlage schliesslich.

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Der Bau von weiteren Terrassenhäusern bleibt in Ennetbaden auch künftig erlaubt – allerdings muss zwischen den Häusern viel Grünraum eingeplant werden. (Archivbild)

Der Bau von weiteren Terrassenhäusern bleibt in Ennetbaden auch künftig erlaubt – allerdings muss zwischen den Häusern viel Grünraum eingeplant werden. (Archivbild)

Alex Spichale

Das vorgeschlagene Verbot von Terrassenhäusern bewegt die Bevölkerung von Ennetbaden seit geraumer Zeit. Gestern Donnerstag kam es nun zur Abstimmung über die Vorlage. Rund 350 Stimmbürger fanden sich in der Turnhalle ein und führten lange und hitzige Diskussionen über das Verbot.

Der Entscheid fiel schliesslich mit 182 zu 139 Stimmen gegen das Verbot. Damit wird die neue Bau- und Nutzungsordnung von Ennetbaden auch künftig kein Verbot von Terrassenhäusern beinhalten.

Trotz Ablehnung: Keine Gefahr von zubetonierten Hängen

Trotzdem wird es künftig Einschränkungen für den Bau von neuen Terrassenhäusern geben. Dies, weil die Gemeinde am Donnerstagabend auch die Bau- und Nutzungsordnung als Ganzes mit deutlicher Mehrheit angenommen hat. Diese besagt, dass zwischen neu zu bauenden Häusern mehr Grünfläche eingeplant werden muss.

So bleibt zwar der Bau von Terrassenhäusern weiterhin erlaubt. Zwischen den einzelnen Häusern muss aber viel grün zu sehen sein. Der Anblick von zubetonierten Hängen dürfte den Ennetbadener also trotz Ablehnung des Verbots künftig erspart bleiben. (luk)