Wohlenschwil
Gemeinde will Abfall besser entsorgen

Ein neues Abfallkonzept soll für Ordnung sorgen. Eine Umfrage in der Gemeinde hilft mit. Eine Umfrage mit Fragebogen hat ergeben, dass sich die meisten Einwohner zusätzliche Abholtermine wünschen.

Sabina Galbiati
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Das Thema Abfall beschäftigt momentan die Gemeinde Wohlenschwil. (Symbolbild)

Das Thema Abfall beschäftigt momentan die Gemeinde Wohlenschwil. (Symbolbild)

Altpapier und Karton stapelt sich im Keller oder in der Garage. Die modrige Matratze soll schon lange in den Sperrmüll und das Verpackungs-Styropor vom neuen Flachbildschirm-Fernseher füllt ganze Abfallsäcke. 694 Kilo Abfall produziert jeder Schweizer im Durchschnitt pro Jahr. Kein anderes europäisches Land produziert im Durchschnitt so viel Müll wie die Schweizer.

Das Thema Abfall beschäftigt derzeit auch die Gemeinde Wohlenschwil. Jeder Haushalt hat im Sommer einen Fragebogen erhalten. Die Gemeinde wollte wissen, wie die Bürgerinnen und Bürger mit dem Entsorgungskonzept zufrieden sind und was man verbessern kann. Damit möglichst viele Personen an der Umfrage teilnehmen, verloste die Gemeinde unter den Teilnehmern Preise im Wert von 510 Franken. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Von 630 erhielt die Gemeinde 243 Fragebögen zurück — knapp 39 Prozent. «Das ist eine hohe Rücklaufquote. Damit ist die Umfrage repräsentativ», sagt Gemeindeschreiber Markus Jost. Er ist eines von vier Mitgliedern der kommunalen Arbeitsgruppe, die das neue Entsorgungskonzept ausarbeitet und im kommenden Mai den Einwohnern vorstellt.

Die Umfrage zeigt: Die meisten Leute, nämlich 86 Prozent, sind zwar zufrieden mit der aktuellen Situation. Trotzdem wünschen sie sich Verbesserungen. Das Altpapier soll sich künftig nicht mehr bis unters Dach türmen. Bisher wird es viermal jährlich abgeholt. Das übernehmen der Turnverein sowie Jungwacht und Blauring. Für jedes Kilo Altpapier bekommen sie 10 Rappen. 67 Prozent der Befragten wünschen sich zusätzliche Abholtermine und ein Drittel wünscht sich die Bringmethode mit einer Mulde beim Entsorgungsplatz Moosweg.

Fremde müssen draussen bleiben

Die Arbeitsgruppe will nun prüfen, ob es zusätzliche Abholtermine geben soll oder zu den vier bisherigen Terminen eine zusätzliche Mulde aufgestellt werden soll. Was die Grünabfälle betrifft, so wird die Gemeinde nicht darum herum kommen, den Entsorgungsplatz Moosweg einzuzäunen und eine bessere Zu- und Wegfahrt zu ermöglichen. Die Leute können dann zu festen Öffnungszeiten Grünabfälle und anderen Müll entsorgen.

«Wenn solche Plätze nicht betreut sind und jedem jederzeit offenstehen, dann herrscht leider oft Unordnung», sagt Jost. «Zudem bringen auch Fremde ihre Grünabfälle, was wir mit einem betreuten Abfallplatz verhindern wollen.» Künftig sollen die Wohlenschwiler auf dem Abfallplatz Moosweg auch andere Abfälle entsorgen können. Am dringlichsten wünschen sich die Befragten eine Lösung für Styroporabfälle.

Die Arbeitsgruppe wird in den kommenden Wochen das neue Entsorgungskonzept zusammen mit Entsorgungsberater Daniel Zürcher von Zürcher&Partner GmbH ausarbeiten. Gestern haben sie verschiedene Entsorgungsstellen unter anderem in Seon, Sins und Muri besucht, um Ideen zusammeln. An der Sommergemeindeversammlung 2015 befinden die Stimmbürger über das verbesserte Konzept.