Remetschwil
Gemeinde will neues Schulhaus bauen, Schulpavillon ist marode

Der 20-jährige Pavillon der Primarschule ist marode und das Haus für die Tagesstrukturen wird 2016 abgerissen. Eine Arbeitsgruppe hat eine Lösung erarbeitet.

Erna Jonsdottir
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Schule Remetschwil
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Auch das ehemalige Volg-Gebäude, in dem sich die Tagesstrukturen befinden, wird abgebrochen.
Der marode Schulpavillon von einer anderen Ansicht.
Das 105-jährige alte Schulhaus
Das sogenannte neue Schulhaus aus den 80er-Jahren

Schule Remetschwil

Erna Jonsdottir

Drei Schulhäuser stehen im Dorfzentrum der ländlichen Gemeinde am Rohrdorferberg: das 105-jährige «Alte Schulhaus» mit einem Zimmer, das «Neue Schulhaus» aus den Achtzigerjahren mit vier Zimmern sowie der 20-jährige Pavillon. «Der Pavillon mit seinen vier Schulzimmern ist marode. Und das ehemalige Volg-Gebäude, in dem sich die Tagesstrukturen heute befinden, wird 2016 abgebrochen», sagt Gemeindeschreiber Roland Mürset. Jetzt muss die Gemeinde handeln, damit sie ab dem Schuljahr 2016/17 Tagesstrukturen sowie genug Schulraum anbieten kann. «Zuerst ist man davon ausgegangen, dass mit kleineren Umbauten zusätzlicher Schulraum geschaffen werden kann», erklärt Mürset den straffen Zeitplan. Abklärungen in den letzten zwei Jahren hätten ergeben, dass dies nicht ausreicht. «Der Gemeinderat will deshalb in eine längerfristige Lösung investieren.» Denn bereits heute besuchen 180 Kinder Primarschule und Kindergarten. Da im Ortsteil Busslingen zwei Mehrfamilienhäuser mit Platz für rund 150 Personen gebaut werden, geht der Gemeinderat zudem von steigenden Schülerzahlen aus.

Zweistöckiger Modulbau geplant

Die im Jahre 2013 eingesetzte Arbeitsgruppe hat eine Lösung erarbeitet: Der alte Pavillon soll abgebrochen und durch einen neuen zweistöckigen Modulbau ersetzt werden. Im Erdgeschoss sind eine Aula, das technische Werken sowie Technikräume geplant – im Obergeschoss vier Schulzimmer mit zwei Gruppenräumen sowie zwei Abteilungen für den Kindergarten im Dorf. Der bestehende Kindergarten soll für die Tagesstrukturen umgebaut werden. «Die beiden anderen Schulhäuser sind in Takt, das alte haben wir vor wenigen Jahren saniert.»

5,5 Mio. Franken geschätzt

Neun Firmen werden laut Mürset ihre Modulbauten für den Neubau offerieren – der Eingabetermin läuft am 20. Mai ab. Am 13. August will der Gemeinderat die Bevölkerung über das definitive Projekt informieren – der Baukredit wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 31. August präsentiert. «Heute können wir die Kosten erst grob schätzen», sagt Mürset. «Wir gehen davon aus, dass der Pavillon und der Umbau des Kindergartens für die Tagesstrukturen zwischen 5 und 5,5 Millionen Franken kosten werden.» Der Gemeinderat habe die Bevölkerung jedoch bereits darüber informiert, dass die Steuern voraussichtlich moderat steigen werden. Grund dafür seien jedoch auch der Bau des Kreisels in Busslingen von 3,1 Millionen Franken sowie unser Anteil von 3,5 Millionen Franken an das Oberstufenzentrum Rohrdorferberg.

Remetschwil hat heute einen Steuerfuss von 92 Prozent. «Er wird bestimmt unter 100 Prozent bleiben», versichert Mürset. Der Gemeinderat sei zuversichtlich, dass die Bevölkerung hinter dem Schulprojekt stehen werde. «Wir gehen auch davon aus, dass uns der Kanton Subventionen erteilt, die Höhe kenne ich jedoch noch nicht», sagt Mürset.

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