Killwangen
Gemeindeammann Alois Greber verzichtet auf eine erneute Kandidatur

«Ich trete bei den Erneuerungswahlen diesen Herbst nicht mehr als Gemeinderat und Ammann an», teilt Alois Greber (parteilos) mit. 12 Jahre Exekutivarbeit reichen seiner Ansicht nach.

Dieter Minder
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Alois Greber, Killwangen

Alois Greber, Killwangen

Alex Spichale

Alois Greber war im September 2001 in den Gemeinderat gewählt worden. Zusätzlich übernahm er nach der turbulenten Zeit um seine Vorgängerin Anfang 2011 die Funktion als Gemeindeammann.

Die Auswirkungen des Amtes wirkten sich immer mehr auf mein Privatleben und seine berufliche Tätigkeit aus, hält er fest. Greber will sich auch beruflich nochmals verändern und musste feststellen, dass auf dem Arbeitsmarkt die Chancen mit einem 80 Prozentpensum und dem Gemeindeammannamt sehr gering sind.

«Deshalb habe ich mich nach reiflicher Überlegung zu diesem Schritt entschieden.» Die in letzter Zeit gegen ihn erhobenen Anschuldigungen haben mit diesem Entscheid nichts zu tun, ergänzt er.

Das gehört zum Amt dazu

«Solche Dinge gehören leider zu dem Amt, wenn man es gradlinig und mit Rückgrat ausführt.» Das Thema Amtsgeheimnisverletzung sei immer noch nicht vom Tisch, wurde doch die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom Kläger ans Obergericht weitergezogen.

Rückblickend auf die 12 Jahre stellt Greber fest: Es war eine sehr bewegte Zeit für Killwangen, und sowohl für mich wie den Gemeinderat. Es habe ihm viel Spass gemacht und er sei immer mit Herzblut dabei gewesen. «Ich ziehe eine sehr positive Bilanz und blicke auf eine Zeit zurück in der ich sehr viel gelernt habe.»

Die Ersatzwahlen finden in Killwangen am 22. September statt. Bereits hat die CVP Patrick Bellini als Gemeinderatskandidat nominiert.