Nach acht Jahren als Vizeammann und zwölf Jahren als Gemeindeammann verzichtet Silvio Caneri (CVP) auf eine Wiederwahl für die Amtsperiode 2018/2021. «Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Vorhaben realisiert», sagt Caneri. Etwa im Strassenbau, im Schulwesen, beim Kulturzentrum und bei der Wasserversorgung. Er habe sich immer sehr gerne für Fislisbach und die Bevölkerung eingesetzt. Doch: «Ich finde, jetzt ist es eine gute Gelegenheit, kürzerzutreten.»

Dass man die Bevölkerung bei den Vorhaben stets an der Seite wissen durfte, sei ein Vertrauensbeweis gewesen. Caneri denkt dabei an die Steuererhöhung im letzten Jahr und die gleichzeitige Aufstockung der Stellenprozente bei den Sozialen Diensten. Auch sonst habe er immer einen guten Draht zur Bevölkerung gehabt.

Für die Zukunft wünscht er sich, dass der Gemeinderat Sorge zur Verwaltung und dem Bauamt trägt. «Wir haben sehr gute Mitarbeiter.» Auch die Anliegen der Einwohner sollten nicht vergessen gehen, sagt Caneri.

Ende Jahr geht er ausserdem in Pension. Es sei zwar ein rigoroser Schnitt, den er machen werde. «Das gibt aber Gelegenheit für etwas anderes.»

«Das Amt habe ich als sehr spannend empfunden», sagt Antonino Colacino, Vizeammann von Fislisbach.

«Das Amt habe ich als sehr spannend empfunden», sagt Antonino Colacino, Vizeammann von Fislisbach.

Zeit sei reif für jüngere Mitglieder

Auch Antonino Colacino (Dorf Forum), der 2011 in den Gemeinderat gewählt wurde und seit drei Jahren als Vizeammann tätig ist, tritt nicht mehr an: «Der richtige Moment ist gekommen, um sich zurückzuziehen.» Er habe viele Projekte begleiten dürfen, beispielsweise den Neubau des Schulhauses «Kolibri», der im Juni eingeweiht wird. Darüber hinaus habe er sich viel für die Gemeinde eingesetzt, etwa als Präsident der Finanz- sowie der Kindergartenkommission oder als Juniorentrainer beim FC Fislisbach. Ausserdem sei er vor kurzem 60 Jahre alt geworden. «Es ist Zeit, dass jüngere Personen in den Gemeinderat gewählt werden – warum nicht zwei Frauen?», sagt Colacino.

Er blickt mit Freude auf die Amtszeit zurück. Die Zusammenarbeit sei stets gut gewesen, egal ob mit der Schule, der Verwaltung, den Vereinen oder den Nachbarsgemeinden. «Das Amt habe ich zwar als zeitaufwendig, jedoch auch als sehr spannend empfunden, trotz gelegentlichen unterschiedlichen Meinungen im Gremium.» Nun freue er sich auf mehr Freiraum oder gar eine neue Aufgabe.

Im Gegensatz zu Caneri und Colacino treten die bisherigen Gemeinderäte Peter Huber (Dorf Forum), Andreas Mahler (GLP) und Hanspeter Zaugg (FDP) zur Wiederwahl an.