Pilotprojekt

Gemeinden bilden neue Integrationsstelle und nutzen gemeinsame Synergien

«Die Fachstelle ist ein sehr gutes Beispiel für die regionale Zusammenarbeit», sagt Erich Obrist, Leiter der Integrationskommission.

«Die Fachstelle ist ein sehr gutes Beispiel für die regionale Zusammenarbeit», sagt Erich Obrist, Leiter der Integrationskommission.

Pilotprojekt: Ennetbaden, Neuenhof, Wettingen, Würenlos und Baden schaffen eine gemeinsame, regionale Fachstelle für Integration.

In der Region Baden entsteht ein Pilotprojekt: Die Gemeinden Ennetbaden, Neuenhof, Wettingen, Würenlos und Baden schliessen sich zusammen und erproben mit dem Kanton Aargau neue Wege in der Integrationsförderung, wie es in einer gestern gemeinsam verschickten Medienmitteilung heisst. 

Die Gemeinden schaffen eine neue, gemeinsame Fachstelle für Integration. Ihre Aufgabe ist es, die lokalen und regionalen Integrationsaktivitäten und Angebote zu koordinieren sowie den Austausch und den Wissenstransfer zwischen den Gemeinden, dem Kanton und dem Bund zu fördern, heisst es weiter.

«Der Anstoss für die gemeinsame Fachstelle kam aus der Gemeinde Wettingen», sagt Erich Obrist, Badener Stadtrat (parteilos) und Leiter der regionalen Integrationskommission, auf Nachfrage. «Die Fachstelle ist ein sehr gutes Beispiel für die regionale Zusammenarbeit.» Es habe vor einigen Jahren schon einmal einen Anlauf für eine regionale Fachstelle gegeben, allerdings noch ohne Ergebnis. In der Folge schuf die Stadt Baden eine eigene Stelle, die mit 80 Stellenprozenten dotiert war. Beim erneuten Anlauf hat es nun geklappt, dass sich die fünf Gemeinden zusammenschlossen.

Zwei Jahre Probezeit für die neue Stelle

«Seit dem Spätsommer ist die Fachstelle im Aufbau», sagt Obrist. «Jetzt muss sich in den nächsten zwei Jahren zeigen, ob sie sich in dieser Form bewährt.» Eine Möglichkeit wäre dann auch, dass allenfalls noch weitere Gemeinden dazu stossen. Die fünf Gemeinden erarbeiteten im vergangenen Jahr ein Konzept für eine gemeinsame Integrationsförderung. Mit der Fachstelle Integration Region Baden wollen sie nun «eine koordinierte und effiziente Integrationsförderung aufbauen». Die Stelle wird von der gemeinsamen Integrationskommission begleitet.

Die Fachstelle unterstützt die fünf Gemeinden in der Umsetzung ihrer Integrationsangebote – mit Informationen, Beratung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Sie soll das lokale Zusammenleben fördern und Anlaufstelle sein für Migranten und Neuzuzüger aus dem In- und Ausland. Bestehende Projekte würden so in ihrer Wirkung gestärkt und Synergien nutzbar gemacht. Durch eine Koordination der Angebote in der Region sollen Doppelspurigkeiten zwischen Nachbargemeinden reduziert und die Verantwortung für das lokale Zusammenleben geteilt werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Bund und Kanton unterstützen das Vorgehen der Gemeinden finanziell über das Kantonale Integrationsprogramm KIP. Die neue Fachstelle ist mit insgesamt 160 Stellenprozenten dotiert und wird im Auftrag der Gemeinden von der Stadt Baden geführt.

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