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Gemeinderat bestätigt Gerücht: «Der Mättelisteg zu teuer für uns»

75 Meter lang soll die neue Limmatbrücke werden, die den Badener Mättelipark mit dem Oederlin-Areal verbinden soll. Ursprünglich wollten sich Baden, Ennetbaden und Obersiggenthal die Kosten von netto 2,95 Millionen Franken teilen

75 Meter lang soll die neue Limmatbrücke werden, die den Badener Mättelipark mit dem Oederlin-Areal verbinden soll. Ursprünglich wollten sich Baden, Ennetbaden und Obersiggenthal die Kosten von netto 2,95 Millionen Franken teilen

Obersiggenthal streicht die geplante Kredit-Abstimmung zum Limmatübergang aus den Traktanden. Helfen keine privaten Investoren, sind die Nachbargemeinden finanziell auf sich gestellt.

Am Montag wollte sich der Obersiggenthaler Gemeinderat noch nicht zur Frage äussern, ob eine finanzielle Beteiligung am neuen Limmatübergang möglich ist. Seit Jahren plant die Gemeinde gemeinsam mit Baden und Ennetbaden den Bau eines neuen, 75 Meter langen Stegs vom Oederlin-Areal zum Mättelipark. Doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verdichteten sich zuletzt die Anzeichen, dass Obersiggenthal den Drittelsanteil am 3-Millionen-Projekt nicht wie vorgesehen würde leisten können.

Gestern Dienstag äusserte sich die Gemeinde doch noch und bestätigte in einer Medienmitteilung den az-Bericht: «Der Gemeinderat verzichtet darauf, dem Einwohnerrat einen Kreditantrag für den Steg zu unterbreiten.»

Ganz aufgegeben wird die Hoffnung in Obersiggenthal aber noch nicht, dass der Anteil von einem Drittel doch noch bezahlt werden kann. Dafür brauche es jedoch die finanzielle Hilfe der Entwicklungsträger des Oederlin-Areals. «Ohne ihre Hilfe kann sich die Gemeinde den Mättelisteg nicht leisten.» Man erwarte, dass die Oederlin AG aufgrund des grossen gemeinsamen Nutzens eine 50-prozentige Beteiligung am Obersiggenthaler Anteil leiste.

Ob der Steg auch ohne Beteiligung Obersiggenthals gebaut wird, sei ungewiss, erklärte Pius Graf, Ammann der beim Projekt federführenden Gemeinde Ennetbaden, Anfang Woche. Eine Variante sei, dass die drei Gemeinden zusammensitzen und das Finanzierungsmodell neu ausarbeiten. Eine weitere Option sprach er nicht aus: Dass Ennetbaden und Baden die Limmat-Brücke alleine bezahlen.

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