Wettingen
Gemeinderat Daniel Huser: «Der zeitliche Druck ist hoch»

Im Hinblick auf den Wechsel auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Oberstufe plant die Gemeinde Wettingen den Ausbau der Schulanlage Margeläcker. Für die bauliche Erweiterung im Margeläcker ist Gemeinderat Daniel Huser verantwortlich.

Dieter Minder
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Daniel Huser, Wettinger Gemeinderat.

Daniel Huser, Wettinger Gemeinderat.

Emanuel Per Freudiger

Die Schulhäuser sollen aufgestockt werden, damit der notwendige Schulraum bereitgestellt werden kann. Nach dem Einwohnerrat, der den Baukredit von 16 183 500 Franken bereits genehmigt hat, müssen nun die Stimmberechtigten über das Projekt entscheiden. Die Urnenabstimmung findet am 9. Juni statt. Vizeammann Heiner Studer, Ressortleiter Schule, ist für die Bestellung des Schulraums verantwortlich, Gemeinderat Daniel Huser für die bauliche Umsetzung. Er stellt sich den Fragen der Aargauer Zeitung.

Herr Huser, als Ressortleiter Hochbau der Gemeinde Wettingen sind Sie auch in den geplanten Ausbau der Schulanlage Margeläcker involviert. Welches ist Ihre Aufgabe?

Mit den in den in der Sonderausgabe des Schulspiegels aufgeführten Veränderungen auf die Schule zeigt die Schulpflege und Schulleitung die künftige Entwicklung sehr gut und kompetent auf. Meine Aufgabe und Verantwortung ist es, das von der Schule bestellte und vom Einwohnerrat klar bestätigte Raumprogramm mit dessen Auswirkungen bezüglich Bauten umzusetzen.

Welche Funktion hat bei diesem Projekt die Verwaltungsabteilung Bau- und Planung?

Die Bau- und Planungsabteilung ist mit mir zusammen verantwortlich für die Realisation des Projektes. Der Gemeinderat, die Schulpflege, die Schulleitung und die Baukommission sind in diesem Projekt immer situativ einbezogen. Es beginnt mit der Bearbeitung des von der Schule bestellten Raumprogramms und endet mit der Bauabrechnung des Projektes für die Aufstockungen dreier Schulhäuser und baulichen Anpassungen.

Welche Gebäude umfasst die Schulanlage Margeläcker?

Die Schulanlage Margeläcker besteht aus vier Schulhäusern, einem Turnhallentrakt sowie einem Trakt mit Aula und Hauswartwohnung. Das erste Schulhaus wurde 1965 erstellt. Weitere Etappen folgten 1970 und 2000. Im Jahr 2010 wurden dann mit dem Rahmenkredit der Umgebungsanlagen die Arbeiten auf der Anlage abgeschlossen.

Wie wurde das vorgeschlagene Projekt ausgewählt?

Um die architektonische Qualität zu erhalten, hatte sich der Gemeinderat für einen anonymen einstufigen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren entschieden. Sechs Architekturbüros wurden dann eingeladen, um das von der Schule erarbeitete Raumprogramm umzusetzen. Auf einstimmige Empfehlung des Preisgerichts hat der Gemeinderat dann entschieden, dem Architekturbüro Eglin Schweizer Architekten, Baden, den Auftrag zu erteilen, das Projekt umzusetzen.

Welchen baulichen Vorteil hat das Projekt?

Der zeitliche Druck ist bekanntlich hoch. Der Gemeinderat hat die Vorgaben bezüglich Lärmemissionen, Statik, Bauzeit und Kosten in Absprache mit der Bau- und Planungsabteilung als Kriterien festgelegt. Mit vorfabrizierten Holzelementen im Hochbau und Metall als Verkleidung sind diese Kriterien erfüllt.

Werden mit dem vorgesehenen Ausbau auch weiter Verbesserungen realisiert?

Ja, es werden auch die gesetzlichen Vorgaben der Erdbebenertüchtigung erfüllt. Die aufwendigsten Arbeiten sind im Schulhaus eins. Dabei müssen ganze Gebäudeteile über alle Geschosse miteinander verbunden werden.

Wenn die Stimmbürger am neunten Juni den Baukredit bewilligen, wie sehen die nächsten Schritte aus?

Dann wird mit Hochdruck das Baubewilligungsverfahren für die Bauten eingeleitet, die Arbeiten für die Provisorien weiter bearbeitet und das Submissionsverfahren in die Wege geleitet.

Können Sie einen Terminplan skizzieren?

Das Detailprogramm wird im Anschluss an die Volksabstimmung ausgearbeitet. In den Monaten Juni, Juli und August werden primär die Detailpläne für die Baubewilligungsverfahren erstellt, die Submissionsverfahren durchgeführt sowie die Arbeiten für die Provisorien fertiggestellt. Unser Ziel ist es nach wie vor, mit dem Ausbau im Oktober 2014 fertig zu sein.