Untersiggenthal

Gemeinderat fordert Tunnelumfahrung für Untersiggenthal

Der Kanton müsse im Richtplan die Tunnelumfahrung der Gemeinde Untersiggenthal aufnehmen. Sonst kommt für den Gemeinderat ein Baldeggtunnel nicht infrage.

Jetzt macht der Gemeinderat Untersiggenthal mobil: Bis zum 23. Dezember liegt die Revision des kantonalen Richtplans auf, und der aktuelle Stand der kantonalen Planung passt dem Gemeinderat gar nicht.

Was die künftige Verkehrsführung anbetrifft, wird die Gemeinde davon stark tangiert. Der vom Kanton zum Zwischenergebnis erhobene Baldeggtunnel würde der Gemeinde zusätzlichen Verkehr bescheren. Eine solche Variante ist für den Gemeinderat nur mit massiven flankierenden Massnahmen denkbar.

Das heisst: Der gesamte Verkehr aus dem unteren Aaretal müsste dannzumal durch einen Umfahrungstunnel geleitet werden. Der Gemeinderat fordert die Bevölkerung nun auf, ihren Unmut im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens zu äussern.

Die Nullvariante – keine Tunnellösungen, dafür Förderung des öffentlichen Verkehrs – erwähnt der Gemeinderat allerdings nicht.

Gemeinderat mit 9 Anträgen

Der Gemeinderat beantragt, die Variante «Petersbergtunnel» wie den «Baldeggtunnel» auf die Stufe Zwischenergebnis zu setzen, also gleich zu gewichten. Zusätzlich zu einem Baldeggtunnel müsse die «Tunnelumfahrung Untersiggenthal» in den Richtplan als Zwischenergebnis aufgenommen werden.

Diese Variante müsse man genau rechnen und mit den anderen Vorschlägen vergleichen. Dabei soll die Möglichkeit der Strassenführung unter dem heutigen Verlauf der K114 geprüft werden.

Öffentlichen Verkehr einbeziehen

Trotz Mehrkosten soll zum Schutz von Mensch und Umwelt auch eine Untertunnelung des Siggenthaler Feldes (zwischen Untersiggenthal und Kirchdorf) nach dem geplanten Kreisel ausgangs des Dorfes Untersiggenthal geprüft werden. In allen Varianten seien die Gemeinden im Siggenthal an die geplanten Umfahrungen anzuschliessen.

Der Gemeinderat fordert zudem, dass man den öffentlichen Verkehr stärker in die Problemlösung einbeziehe. Eine Umfahrung Siggenthal Station muss laut Gemeinderat weiter Richtung Süden verlängert und allenfalls mit den Tunnelvarianten verbunden werden.

«Für die Gemeinde Untersiggenthal muss eine gemeindeübergreifende, raumplanerisch überzeugende Lösung aufgezeigt werden», erklärt der Gemeinderat. Die Idee, das untere Aaretal besser anzubinden und gleichzeitig die Zentren von Baden und Brugg zu entlasten, müsse in die Planung einfliessen. Das aktuelle Stückwerk der Umfahrung Station Siggenthal sei nicht akzeptabel.

Der Gemeinderat beantragt zudem den Einbezug des Hinterhards in die High-Tech-Strategie. Das verbleibende Teilstück im Gebiet Hard (Industriezone) möchte er als «Standort für Nutzungen mit hohem Verkehrsaufkommen und für mittelgrosse Verkaufsnutzungen» ausgeschieden haben.

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